Donnerstag, 2. Februar 2006

Heute morgen, 6:50 Uhr

in der Küche beim Kaffeekochen: Ich höre den Motor eines großen Kraftfahrzeugs und drei ordentliche Rumpler. Der Sperrmüllwagen? Kann das sein? Ich linse aus dem Fenster, kann aber nur die von Scheinwerfern beleuchtete Straße sehen. Meine Aufregung steigt, als der Wagen anfährt. Definitiv ein Müllwagen. Der Blick auf den Abfallkalender sagt mir, dass heute auch Restmüll geholt wird. Aber es stehen keine Männer außen auf dem Wagen. Halt - das hat nichts zu sagen, seit neuestem werden die Tonnen ja per Greifarm in den Schlund des Müllwagens gehieft. (Hab ich aber noch nie live gesehen und die Zeichnungen, die erklären, wie die Mülltonne an den Gehweg gestellt zu haben hat, damit das nahezu unbemannte Müllauto seine Runde reibungslos drehen kann verstehe ich auch nicht. Ist aber nicht schlimm - Hausmeisterservice sei dank.) Da wir von keinem unserer Fenster den Platz vor der Haustür sehen können, blieb mir gar nichts anderes übrig als mit nüchternem Magen - und ohne Parka (-8,8°C) versteht sich - hinauszulaufen und mich davon zu überzeugen, dass nichts, aber auch gar nichts mehr von unserem Sperrmüll vor der Tür liegt. Hurrra!

Mittwoch, 1. Februar 2006

...viele Worte...

Liebe Bewohner der XXXXXXXXX,

das Sofa, welches seit letzten Mittwochabend auf dem Gehweg verzweifelt darauf wartet, vom Sperrmüll abgeholt zu werden, ist unseres.

Wir haben es (leider) nicht vergessen und schon am Donnerstag (Freitag und Montag) die Abholung reklamiert. Momentan warten wir auf einen Rückruf des zuständigen Sachbearbeiters vom Sperrmüllreklamationstelefon, der uns mitteilt, wie wir mit dem Sofa zu verfahren haben.

Wir hoffen, dass es bald entfernt werden kann. Wenn es in unser Auto passen würde, hätten wir es schon längst selbst beim Wertstoffhof entsorgt.


Wir bitten um Ihr Verständnis,

Dienstag, 31. Januar 2006

Tangram

gibt´s ab heute bei mir täglich. Ich habe als nachträgliches Geburtstagsgeschenk einen "magnetic puzzle-a-day calender" bekommen. Er besteht aus losen Kalenderblättern, auf denen jeden Tag eine neue Tangramfigur als Umrandung abgebildet ist. Hinter das Kalenderblatt muss man eine magnetische Tafel legen (oder besser hinter 20 Kalenderblätter, weil der Magnet so stark ist) und dann mit den ebenfalls magnetischen Tangram-Teilchen puzzeln. Eine Idee, wie für mich gemacht. Der perfekte Morgen ist nun in meinem "Danae´s T" erst den non sequitur lesen, lachen und dann das Puzzle meistern!
Danke an die Schenker aus Übersee!

...ohne Worte...

Der Sperrmüll liegt immer noch da. Nachfrage bei der Müllverwertungsgesellschaft ergibt, dass in der Datenbank eingetragen sei, der Sperrmüll sei nicht bereitgestanden. Plötzlich kommt der Einwand, dass wir ja nicht die Straßenkreuzung angegeben hätten (ich erinnere an die 15 Jahre Ortskenntnis), da gäbe es dann ja mehrere Möglichkeiten. Ich dachte immer Eckhäuser seien über eine Straßenkreuzung eindeutig definiert. Zumal es nur ein Haus gibt, das seinen Eingang auf diese "Kreuzung" (Fußgängerzone mit verkehrsberuhigter Straße) hat. Auf Nachfrage, warum dann der Elektroschrott pünktlich abgeholt wurde kommt die Antwort, dass das etwas anderes wäre. Nun gut. Warum auch immer. Auf die Frage hin, wie jetzt verfahren werde, kommt die Antwort, man (der zuständige Sachbearbeiter) sei gerade erst aus dem Urlaub gekommen, würde seit sieben Uhr arbeiten, das Telefon klingele die ganze Zeit (huch hat er meinen Job und ich hab´s nicht gemerkt? Meint er, er kann mich damit beeindrucken? Um die Uhrzeit hatte ich schon eine wilde Furie an der Strippe, die mir mit allem möglichen drohte und einen angekündigten Amoklauf). Außerdem würde meine Reklamation ganz unten im Stapel liegen, das bräuchte jetzt Zeit. O.K., kann ich verstehen. Er werde mich auf dem Handy zurückrufen. Auf einen Termin wollte er sich nicht festlegen, er müsse die Reklamation noch prüfen. Ich resigniere und gebe den Fall an Herrn S. ab.
Und die Moral von der Geschichte: Nach einer knappen Woche Ohnmacht und Wutanfällen gegenüber einer Behörde wegen eines nicht abgeholten Futonbettes habe ich wieder einen besseren Draht zu meinen Kunden. Ich möchte nicht, dass sich jemand so maßlos über mich ärgert wie ich mich über ihn. Obwohl ich ihn wirklich verstehen kann, mit seinem Stapel an Reklamationen, bei denen er nicht hinterher kommt.

Mal schauen, wie weit meine Menschenfreundlichkeit reicht, wenn ich einen Zahlungsbescheid wegen einer Sonderabholung bekomme.

Das klingt jetzt alles sehr querulatorisch, aber ich hätte das Ding doch schon längst selbst weg gebracht und eine weitere Sperrmüllkarte geopfert, wenn es denn in den Fiat passen würde.

Montag, 30. Januar 2006

Zörnle

Was ist ca. 2,4 Meter lang, schwarz, kaputt und mittlerweile einmal eingeschneit und wieder abgetaut?

Genau, der liebe Futon vor der Haustür. Tja, da wird dann mal wieder morgen ein Anruf bei der Müllverwertungsgesellschaft fällig. Mal schauen, wer früher bei der Arbeit ist - ich oder die!

Freitag, 27. Januar 2006

Mein Kater ist Farin Urlaub Fan!

fufan
Ihr seht, ich kann jetzt auch Bilder.
Frei nach c´t zum Thema Blogs:
"Wer unfallfrei eine E-Mail verfassen kann, kommt in der Regel auch mit diesen Bonsai-CMS klar."

nomen est omen

Im Laufe dieser Woche kam eine Reportage über Querulanten. Oder war´s die über Jäger? Tut aber nichts zur Sache. Ich hatte im Verlauf der Reportage nicht den Eindruck, dass die Namen der Beteiligten jeweils geändert worden wären. Wer nicht erkannt werden wollte, bekam ein verschwommenes Gesicht und wurde nicht namentlich erwähnt. Deshalb musste ich schon schmunzeln, als ein Bauer, der sich über sein zertrampeltes Feld aufregte, als "Landwirt Ackermann" eingeführt wurde und freute mich diebisch, dass mir dieser nette Zufall nicht entgangen war. Dann trat sein Freund, der Forstwirt auf. Wie der hieß? Richtig: Jäger.

Und das mir, die das ganze Studium mit dem der Kläger K, dem Täter T, dem Opfer O und dem Fluss F zu tun hatte! Da fällt mir ein, dass ein ehemaliger Kommilitone gerne behauptete, eine Examensklausur überhaupt nur bestanden zu haben, weil er den Fallstrick in der Aufgabe (Überprüfung eines Urteils) nur deshalb nicht überlas, weil es vom "Richter Schlampig" unterzeichnet war.

defekt

Sehr zu denken hat mir übrigens dieser zu unserem Sperrmüll hinzugestellte Videorekorder gegeben, der mit einem Post-it auf dem "defekt" stand, versehen war.

Mir stellen sich jetzt folgende Fragen:
  1. Sollte das "defekt" den hypothetischen Sperrmüllpiraten warnen?
  2. Wollte der/die ehemalige Besitzer/in damit den "defekt"en Videorekorder von dem Videorekorder "neu, ovp", dem Videorekorder "tut so lala" und dem Videorekorder "Bandsalat" unterscheiden?
Was mit der roten Stehlampe war, entzieht sich übrigens meiner Kenntnis. Es war kein Post-it dran.

Adieu Kino!

Wenn ich die Website unseres einen Kinos richtig gelesen habe und die da nicht einen Fehler drin haben, gibt´s keine Spätvorstellung mehr! Das fände ich ausgesprochen schade. Allerdings kann ich nicht behaupten, dass ich es nicht hätte kommen sehen. Sonderlich gut besucht waren die ja nie. Und solche Cineasten sind wir auch nicht, dass die von uns leben könnten. Nun ja. Das grenzt die Auswahl nun beträchtlich ein, denn in Großkinos, in denen meistens eine Atmosphäre herrscht wie am Frankfurter Flughafen nachts um drei (lediglich die Toiletten und der Kaffeeautomat sind geöffnet), gehe ich nicht wirklich gerne. Schade eigentlich.

Zorn V oder "Ich Roque"

Als ich vorhin nach Hause kam und zwar der Schrott- und Elektroschrott weg -inklusive der roten Stehlampe und dem Videorekorder, die definitiv nicht von uns und daher auch nicht angemeldet- waren, bekam ich einen Rochus auf die örtliche Abfallverwertungsgesellschaft, da der Holzsperrmüll und Restmüll, das heißt ein eingeschneiter Riesenfuton, immer noch vor dem Haus stehen und der Hausmeister schon ostentativ eine Schneise für die Fußgänger darum herum geschippt hat. Da ich nicht als die "Nerv-Tussi, bei der wir den Sperrmüll jetzt zum Possen länger als nötig liegen lassen" in die Akten der Müllverwertungsgesellschaft eingehen wollte, wurde Herr S. gezwungen, sich nach dem Verbleib unseres Sperrmülls zu erkundigen. Angeblich kommen sie mit dem Einladen immer noch nicht hinterher. Der Kollege habe dem Mensch am Reklamationstelefon einen Zettel hinterlassen auf dem stehe, der Müll werde zwischen Freitag und Montag abgeholt.
Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die örtliche Polizeidirektion fast gegenüber am Wochenende genügend mit der Verbrecherjagd zu tun hat und nicht auf die Idee kommt, uns wegen Müllvandalismus, blockieren des Trottoirs respektive der Feuerlöschzone etc. zu beschuldigen. Dann bekomme ich nämlich einen wahrlich heiligen Stadtpatron der Städte Venedig, Parma, Montpellier, Wittlich und Lohr am Rhein!

Hochmut

Habe gerade (7:15 Uhr) beim Sperrmüll-Reklamationstelefon angerufen. Laut dem freundlichen jungen Mann sei das Abholauto schon unterwegs, man sei gestern nicht fertig geworden (dann war´s indirekt doch der Schnee). Meine Frage nach dem Problem mit der verkehrsberuhigten Straße (Post, Pizza- und Taxifahrer haben mit der Adresse durchaus Probleme) wurde mit "Unsere Sperrmüllfahrer haben seit 15 Jahren Ortskenntis." beantwortet. Schaun wer mal. Ich habe nicht geantwortet, dass es diesen Ort aber sehr viel kürzer als 15 Jahr gibt. Vor 15 Jahren saß man hier hinter schwedischen Gardinen.

Sperrmüllfahrer, ich glaube an euch! Chakka!

Donnerstag, 26. Januar 2006

Zorn IV

Toll. Ich hab´s ja fast vorausgesehen. Unser Sperrmüll ist nicht abgeholt worden. Heute war Termin für Holz und Restmüll. Morgen für Elektroschrott und Schrott. Es gibt drei Möglichkeiten:
  1. Wir haben den völlig falschen Sperrmüll unter "Holz und Restmüll" subsumiert.
  2. Die Sperrmüllmänner hatten mit unserer Adresse wegen der verkehrsberuhigten Straße Probleme.
  3. Der Sperrmüll war zu sehr eingeschneit.
Zu 1.) Glaub´ich nicht, ich habe mit Akribie die Broschüre studiert.
Zu 2.) Äußerst wahrscheinlich, obwohl der übliche Müll tadellos abgeholt wurde und die Tonne stand nur ca. 2 Meter entfernt.
Zu 3.) Genau!

Habe gerade schon probiert, ob das Sperrmülltelefon einen AB hat. Ist nicht so. Dann morgen nach dem Aufstehen gleich mal gucken, ob die da auch um 6:30 Uhr das Telefon besetzen.

Mittwoch, 25. Januar 2006

So spielen Sie

Bar Piano - gerade in der Post entdeckt (bin vorhin nach der Arbeit zur Hintertür hereingekommen und habe zwei Leute an der Vordertür gesehen, die bei irgendwem geklingelt haben und ich wollte dann nicht denen gerade vor der Nase stehen und in den Briefkasten gucken, da ich mich sonst genötigt gefühlt hätte den beiden zu öffnen und nachher haben die hier im Haus nichts zu suchen und stellen irgendetwas an und ich bin schuld und außerdem wusste ich schon, dass Herr S. den Briefkasten geleert hatte, da er mir erzählt hatte, dass wir eine Hochzeitseinladeung, über die ich mich sehr freue, in der Post hatten, so dass ich dachte außer Werbung wäre da eh nichts mehr zu holen). O.K. - das Cover ist auch tothäßlich. Deshalb hat das Buch in den Käuferkritiken auch regelmäßig nur viereinhalb von fünf möglichen Sternen gekriegt....

Rückwärtssuche

dieses wunderschöne Spionagetool für Arme ist mir bis zum heutigen Tage verborgen geblieben. Aus ist es mit den Telefonscherzen. Dafür konnte ich mich heute auf den Rückruf bei einem Kunden sogar vorbereiten und musste das Gespräch nicht wie sonst üblich mit: "Hallo, Sie haben bei mir angerufen? Wie ist ihr Name?" einleiten. Abgesehen davon, dass ich persönlich gar nicht im Telefonbuch stehe, ist es an mir völlig vorbeigegangen, dass die Inverssuche (wie das Ding im Link heißt - den Nutzern von DÖ wird wohl nicht allzuviel Sprachvermögen zugetraut) jetzt wieder möglich ist.

Heute bei der Ärztin

im Wartezimmer "Psychologie heute" gelesen. Einen Artikel darüber, wie Stress krank macht. Wissenschaftler haben Schuhverkäuferinnen auf ihr Stresslevel hin überprüft. Die Verkäuferinnen sagen, ihre Kunden nervten nicht. Dabei sind bei unhöflichen Kunden, Kunden mit Sonderwünschen und unentschlossene Kunden anscheinend besonders hohe Stresswerte bei den Verkäufern zu beobachten. Solche, die krank machen.

Die sollten mal meine Kunden haben. Ich hoffe, ich fange nicht plötzlich an, hypochondrisch zu werden.

Eins ist jedenfalls sicher, Kunden die nicht wussten, was sie wollten, hatte ich bisher noch nicht.

:-(

...die Woche ist bisher nicht merklich besser geworden...

Montag, 23. Januar 2006

doof

Heute ist ein doofer Tag. Ein richtig doofer Montag. Nur Bekloppte um einen herum. Am Feierabend wollte ich sechs Sachen in Angriff nehmen. Zwei habe ich geschafft. Drei mangels Öffnungszeiten nicht mehr geschafft. Und der Hauptbrocken liegt noch vor mir, weil auch morgen wieder jemand ganz dringend Geld braucht. Urgs.

Momentane Stimmung: mies

Obwohl - die Woche kann nur besser werden!

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