Sonntag, 22. Januar 2006

OLÉ OLÉ OLÉ

Dank Frau T. aus R. kann die WM jetzt kommen. Selbst wenn ich heiser sein sollte, kann ich in die Fangesänge mit einstimmen: Ich habe eine kleine Minidrehorgel bekommen. Nicht wie sonst üblich mit der "Kleinen Nachtmusik" sondern stilecht mit "Olé olé olé". Für die Wohnzimmerbeschallung bei stummgestelltem Ton genügt es.

piano

Ich habe mir am Freitag endlich mein E-Piano gekauft! Diese Anschaffung plane ich jetzt schon seit mindestens acht Jahren. Nachdem ich von 1983 bis 1995 Klavierunterricht hatte, dann zum Studium in die Welt gezogen bin, in meinen Mini-Zimmern kein Platz und wahrscheinlich auch nicht so wirklich Lust auf Spielen hatte, habe ich mir jetzt - nach 10 Jahren Abstinenz (ausgenommen einem kleinen Annährungsversuch auf dem Traifelberg 1999)- diesen Wunsch endlich erfüllt. Momentan steht es noch mitten im Wohnzimmer, weil der endgültige Platz noch frei geräumt werden muss. Aber ich bin richtigt glücklich mit meinem Klavier.

Am Freitag hatte ich um 16:30 Uhr den Termin beim örtlichen Musikalienhändler und habe das Ausstellungsstück sofort mitnehmen können. Um 17:15 Uhr hatte ich die 17,5 Kilo aus der Rettungsdecke (statt sperrigem Karton) aus dem Auto hochgeschleppt, es mithilfe des Akku-Bohrschraubers auf seinen Stand geschraubt, Pedal und Netzteil angeschlossen und losgelegt. Bis 18:15 Uhr - das war die letzte Möglichkeit noch halbwegs pünktlich Herrn S. zwischen 19:00 Uhr und 19:30 Uhr von der Arbeit abzuholen und nach Tübingen zu fahren.

Ich hatte ja Angst, dass ich alles vergessen hätte. Aber nun habe ich gute Hoffnung, dass ich mit gründlichen Technikübungen und ein wenig mehr Routine im Notenlesen bald wieder auf dem alten Stand bin und somit eine alte, liebgewonnene Entspannungsmöglichkeit wiedergewonnen habe.

Momentane Stimmung: forte

Mittwoch, 18. Januar 2006

Autogenes Training

ist die neueste Sachbuchanschaffung von Herrn S. Laut Klappentext kann man mit autogenem Training blitzschnell Energie und Kraft tanken, in kürzester Zeit Stress abbauen, die Konzentrationsfähigkeit steigern und gut ein- und durchschlafen. Letzteres kann ich bestätigen. Ich bin gestern schon beim Vorlesen während des Kapitels "Autogenes Training - Ein Kind der Hypnose", S. 11, eingeschlafen.

Dienstag, 17. Januar 2006

Zahnarzt

Mit den obligatorischen Weihnachtswünschen habe ich meinen ehemaligen mittlerweile 80 km entfernt wohnenden WG-Mitbewohner damit konfrontiert, dass ich weiß, dass er für heute Nachmittag 16:00 Uhr einen Zahnarzttermin hat.
Er war ob der Indiskretion des Zahnarztes leicht entsetzt und konnte sich meine Allwissenheit nicht erklären bis ich das "Geheimnis" lüftete: Zu WG Zeiten waren wir beim gleichen Zahnarzt. (Das hatten wir glaube ich beide vergessen.) Bei diesem habe ich mir zwei Implantate setzen lassen. Eins liegt bombig, eins hat mir schon immer Probleme bereitet. Nach dem ich längere Zeit ohne Kontrolle ins Land habe streichen lassen, musste ich natürlich dringend kurz vor Weihnachten die 80 km auf mich nehmen und besagten Zahnarzt besuchen. Nach der Kontrolle sollte ich mir einen Termin Mitte Januar geben lassen. Die Zahnarzthelferin schlug den Kalender am 17. Januar auf und wer ist der einzige bisher eingetragene und einfach über Kopf stehend entzifferbar? Ja - richtig kombiniert! Die Gelegenheit habe ich genutzt und habe mich selbst zu einem anschließenden Besuch eingeladen, damit wir uns nicht nur im Wartezimmer sehen.

Sonntag, 15. Januar 2006

Be delicious!

Wenn ich mir das nächste Mal ein Parfüm kaufe, wird eines meiner Auswahlkriterien der Name sein. Der Name sollte vermitteln, dass ich cool, tough und extrem erfolgreich bin. Keinesfalls sollte ich wieder in die Verlegenheit kommen, auf Fragen der Kollegen, wie denn der gute Duft heiße, der mich umströmt, mit "Be del..., äh, das Neue von Donna Karan" zu antworten.

Zorn III

Von der Fachfrau für Kennerinnen:
Wenn Sie sich über das Verhalten einer Behörde im Allgemeinen beschweren wollen und eigentlich gar nicht so recht wissen, was Sie eigentlich an der Bearbeitung Ihres Anliegens auszusetzen haben, dann wenden Sie sich gar nicht erst an den zuständigen Sachbearbeiter oder dessen direkten Vorgesetzten sondern rufen Sie direkt im zuständigen Bundesministerium an. Ihr Anliegen wird mit tödlicher Sicherheit sofort bearbeitet.

Zorn II

Gestern bin ich bei MC Winkel über seinen Zorn bezüglich unfähiger Verkäufer im Allgemeinen und Warteschlangen in Supermärkten im Besonderen gestolpert. Da habe ich mich an einen Fernsehbeitrag erinnert, kurz mal Google gefragt und habe dieses nützliche kleine Tool gefunden. Entsprechende mobile technische Ausrüstung vorausgesetzt, kann sich der geneigte Leser in Zukunft eine ganze Menge Ärger sparen: Bis die Wartesituation analysiert ist, ist man schon dran!

Donnerstag, 12. Januar 2006

Habsucht I

Mit Geschenken war ich dieses Jahr zum Leidwesen aller Betroffenen wieder kritisch: Ich habe mir eine Unterstützung zum Kauf eines E-Pianos gewünscht. E deshalb, weil ich nach 12 Jahren spielen auf einem akustischen Piano klein beigegeben habe. Das Piano wurde verkauft, da es im elterlichen Wohnzimmer nicht mehr erwünscht und in mein Studentenzimmer beim besten Willen nicht hineingepasst hat. Jetzt spiele ich seit bald 10 Jahren mit dem Gedanken, mir wieder eins anzuschaffen. Da ich mein junges Eheglück nicht riskieren möchte, muss ich an das Piano Kopfhörer anschließen können. Um Herrn W. zu zermürben kann ich immer noch die Stereoanlage anschließen. Meine Mutter hat sich im Vorhinein nicht erkundigt, was ich mir wünsche, sondern aus Spanien einen Rock und Schmuck mitgebracht. Ich möchte gar nicht wissen, was der Rock gekostet hat, denn er passt nicht. Zwar habe ich neulich freudestrahlend verkündet, mir würde wieder Kleidergröße 42 passen, dass sich das hauptsächlich auf nordeuropäische Textilwarenhersteller bezieht, habe ich verschwiegen. Jetzt sitze ich da mit einem topmodischen Rock im HippieGypsy-Style aus einer Art Brokatpatchwork. Und ratet was: Ich krieg´s nicht über´s Herz ihr zu sagen, dass ich den Rock das hässlichste finde, was sie mir je geschenkt hat. Und da ist das weiße Stretchtop mit den Federn an den Trägern in Höhe der Schultern mit eingerechnet. Letzteres habe ich genau einmal getragen: An einer Mottoparty zum Thema Meer, als ich mich als Möwe verkleidet habe. Auch sehr beliebt: mein ärmelloses Oberteil aus goldenen Perlen und Pailletten, das jeden Gladiator neidisch gemacht hätte. Jetzt ist der Rock nicht nur schlimm, er passt auch nicht. Erst dachte ich, es läge nur an dem sehr engen Unterrock. Den habe ich aufgetrennt. Das Problem ist, dass mein Hintern zu üppig und meine Beine zu kräftig und zu lang für diesen Rock sind. Um die Hüfte sollte er eng sitzen und dann in Höhe der Oberschenkel in fünf Stufen bis zu den Knöcheln fallen. Der enge Teil für die Hüfte würde gerade mal auf die Taille passen, so dass die Stufen des Rockes genau am Hintern anfangen, und Rüschen am Arsch sehen definitiv nicht gut aus. Selbst wenn ich über Nacht nochmal 15 Kilo verlieren würde, säße der Rock vielleicht obenherum richtig, aber er wäre das Pendant zu Hochwasserhosen: Genau die falsche Länge. Außerdem ist um die Hüfte ein Band mit Metallmünzen genäht, die einen beim Gehen klimpern lassen wie eine indische Tempeltänzerin. Genau mein Stil. Selbst wenn mir der Rock gefallen würde: Ich müsste mir passende Schuhe und passende Oberteile kaufen. Immerhin ein Zeichen in Richtung passgenaues Geschenk war die Bemerkung, dass ich doch viel braun tragen würde. Stimmt sogar. Ich habe eine schokoladenbraune Jacke mit Reißverschluss aus Sweatshirtstoff und zwei hellbraune Strickpullis. Passen super zu einem Ethnobrokatrock. Ich muss mich emanzipieren und den Rock zurück geben. Denn eins ist sicher: ihr gefällt er. Und der nächste Geburtstag kommt bestimmt.

Dienstag, 10. Januar 2006

Noch eine Stunde

könnte ich mich feiern lassen. Nach Ausschlafen, Thermalbad und thailändisch Essen werde ich den Tag jedoch gemütlich in meinem Bett ausklingen lassen. Entschuldigung an alle, die versucht haben, mich telefonisch zu erreichen - heute habe ich mich ausgeklinkt :-)

Freitag, 6. Januar 2006

Selbstversuche

Ich habe gerade einen Fall, in dem die in einem medizinischen Gutachten festgestellten Opiatwerte angegriffen werden, da die zu begutachtende Person vor der Untersuchung aus Unwissenheit ein - Achtung, Symbolbild - Mohnbrötchen gegessen habe. Als medizinischer Laie kann und muss ich das auch nicht beurteilen und habe rein aus Neugier bei Google mal "Opiate" und "Mohnbrötchen" eingegeben. Dabei kam ich recht schnell auf eine mir einigermaßen seriös erscheinende Seite, in der ein Drogenscreening-Labor bezüglich dieser Problematik den Mohnkuchenversuch gemacht hat. Die zu begutachtende Person hätte mal lieber Mohnkuchen statt Mohnbrötchen frühstücken sollen.

Vier Brüder

Gestern hat Herr S. das Kinoprogramm ausgewählt: Vier Brüder. Wir sind mal wieder in die Spätvorstellung, da wir die Abendvorstellung zeitlich nur unter großer Hetze schaffen (wahrscheinlich haben wir deshalb King Kong noch nicht gesehen, der ist zu lang um eine Spätvorstellung anzubieten) und weil man wegen der verschwindend geringen Besucherzahl keine Angst um Karten haben muss und einen Platz in der Reihe mit Beinfreiheit genau in der Mitte bekommt.
Wir fanden ihn gut - absolut sehenswert. Spannend, witzig, schöne und schlimme Bilder. Es kann natürlich sein, dass ich die Story deshalb so abgefahren fand, weil ich nichts aber auch rein gar nichts über den Film wusste, noch nicht einmal warum er "Vier Brüder" heißt. Herrn S. Bekannte, die wir zufällig im Film getroffen haben, fanden ihn so middl. Wir sind mit Ihnen trotz dieser Meinungsverschiedenheit etwas trinken gegangen. Natürlich nur aus gesundheitlichen Gründen, denn laut Brigitte-Diät soll es ja schlank machen, wenn man die tägliche Routine durchbricht und öfter mal seinen Weg zur Arbeit variiert oder mit anderen Leuten weggeht.

Mittwoch, 4. Januar 2006

Neues Lesefutter.

So, endlich bin ich mit dem "Sakrileg" fertig und habe alle Geheimnisse gelüftet. Ein spannendes Buch mit Cliffhanger an jedem Kapitelende. Wer sich jedoch brennend für Geheimbünde interessiert ist meiner Meinung nach beim - wesentlich unzugänglicheren - "Foucaultschen Pendel" von Umberto Eco aufgehoben.

Jetzt kommt eine Premiere: Ich werde ein Buch lesen, dessen Cover ich alles andere als ansprechend finde. Da mir Otherland von Tad Williams so ausnehmend gut gefallen hat, dass ich alle Bände zweimal gelesen habe und die ersten zwei Bände als Hörspiel gehört habe, werde ich mir jetzt "Der Drachenbeinthron" von ihm vorknöpfen. Kritiken habe ich bewusst keine gelesen - weil ich das Cover so scheiße fand, dass ich mich nicht noch mehr beeinflussen lassen wollte. Da "Der Drachenbeinthron" auch der erste von mehreren Bänden ist, war der Kommentar von Herrn S. "Der Typ kackt die Bücher doch." zwar äußerst umgangssprachlich aber durchaus treffend.

Tick, Trick und Track sind nicht überall

Lustiges aus Entenhausen via DfA. Am meisten lachen musste ich über die Kommentare zu Portugal und Spanien...

Wobei die Tschechen mit "Bubík, Dulík a Kulík" nicht wirklich überraschen.

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