Diese Episode erinnert mich an einen Bekannten, der nach eigener Aussage eine Saison lang das örtliche Freibad besucht hat und unerkannt statt seines Passfotos das Foto von einem dekorierten Käsebrot
(Symbolbild) auf der Saisonkarte benutzte.
Im Fernsehen läuft gerade "Mer losse d´r Dom in Kölle"
"Was sind Kalorien?"
"Das sind so kleine Tierchen, die nachts die Kleider enger nähen."
war der erste Suchbegriff, über den ich bei Blogcounter lachen musste. Der arme Mensch, der "videorecorder bandsalat problem" hat, möge sich bei mir melden, ich kann ihm / ihr sicher mit Tipps aus meinem reichhaltigen Erfahrungsschatz dienen.
Bis vor kurzem dachte ich, ich hätte mir die Lebensweisheit "Wir gewöhnen uns eben nie daran, daß wir anderen Menschen nicht ebensoviel bedeuten, wie sie uns." mir über etliche unglückliche Teenagerlieben erarbeitet. Dann habe ich 15 Jahre nach dem ersten Lesen "Der dritte Mann" von Graham Greene wieder zur Hand genommen und bin über exakt diesen Satz gestolpert.
Gestern Morgen bin ich mit dem Gedanken "Furcht und Schrecken sind wie Recht und Unrecht eine Frage der Gewöhnung, und was für den einen unerträglich ist, das ist für einen anderen Alltag." aufgewacht und kam mir sehr weise vor. Gestern Abend habe ich festgestellt, dass das exakt der Satz war, an dem ich meine Lektüre am Vorabend abgebrochen hatte.
Momentane Stimmung: hohl
à propos Discounter: Nicht, dass ich vor dem Weinregal bei LIDL ausgebildete Sommeliers erwarten würde, aber "Dornfelder... Dornfelder...isch des `n Franzos?" hat mir dann doch einen Lachanfall in die Kartoffelsäcke beschert.
Neulich habe ich irgendwo gelesen, dass zu große Auswahl stresst. Deshalb sind wohl neben dem Preisargument die Discounter auch so erfolgreich: Es gibt nur ein Naturjoghurt. Und nur eine Sorte Butterkäse. Man muss sich nicht entscheiden.
Eigentlich bin ich entscheidungsfreudig. Muss ich sein, in meinem Job. Deshalb hasse ich Entscheidungen in belanglosen Dingen. Mein Bruder lacht, bei mir im Bad sehe es aus wie bei meiner Mutter: Zahnbürste da, Seife dort. Nun, ich habe noch keinen Grund gesehen, warum ich die Position der Zahnbürste relativ zum Waschbecken überdenken sollte. Ebenso esse ich in Schnellrestaurants grundsätzlich Menü 1. Bis ich mich mal überfressen habe, weil bei BK das Menü 1 plötzlich nicht mehr der Whopper, sondern der Doppelwhopper war. Seitdem esse ich Menü 4. Deshalb finde ich auch Subway so schrecklich - nicht nur wegen der
"Relevanten Maximen, die nie aus der Mode kommen (1)" (Newsticker vom 18.2.06) der Titanic, sondern weil man immer blöde Fragen gestellt bekommt. Ich hätte das Brot gerne so, wie es auf dem Bild ist und nicht anders. Sonst kann ich ja gleich alles selber machen. Oder eine wissenschaftliche vergleichende Arbeit darüber verfassen, ob man bei Subway oder Starbucks mehr Parameter benennen muss um ohne Nachfrage endlich sein
überteuertes Produkt zu bekommen.
Ich will wieder mein Kännchen Kaffee - und das nur draußen!
Das gute alte Stopschild gehört zu den eher unmissverständlichen Verkehrszeichen. Dachte ich. Es läd einen zum Verweilen ein, insbesondere, wenn man als Linksabbiegerin schon eine ganze Weile steht und wartet, dass im Gegenverkehr endlich auch mal einer links abbiegen will, damit man da schön tangential vorbei kommt. Erheiternd ist, wenn etwa 10 Wagen des Gegenverkehrs rechts abbiegen und derjenige der dann gerade aus möchte, mich, die ich immer noch seelenruhig blinke und auf meinen Linksabbieger warte, wild anlichthupt. Nicht höflich gentlemanlike sondern deutlich entnervt. Mich interessiert das nicht, ich habe keine Vorfahrt so lange mein Gegenüber geradeaus will. Und ich weiß das, da ich so damals in der vierten Klasse meine Fahrradprüfung mit 0 Fehlern bestanden habe. Ich hatte mich an einer auf den Schulhof gemalten befahrenen Kreuzung an das Ministopschild gestellt habe, mein linkes Ärmchen herausgestreckt und dort auf eine Verkehrslücke im Pulk der eifrig im Kreis fahrenden Mitschüler gewartet, die nicht kam. Bis die 15 Minuten Fahrprüfung vorbei waren.
Da es heute schon zu dunkel war, konnte ich mein Gegenüber an der Stopstelle nicht per Handzeichen belehren, dass wir in Deutschland kein 4 WAY STOP-Schild haben (das fragliche Schild ist lediglich ein STOP eating animals-Schild), auch wenn das in solchen Momenten sicher praktisch wäre. Aber dann müsste ich mir ja merken, wer zu erst an die Kreuzung gekommen ist und könnte nicht so schön am Schilde verweilen wie hier in Deutschland. Dann hätte er sich ob seiner Unkenntnis der Vorfahrtsregeln sicher bei mir entschuldigt wie jener ältere Herr, der mich als Fahrradfahrerin von der Straße hupen wollte, weil er meinte, links von mir sei ein Fahrradweg. Dieser Fahrradweg war aber nur in die Gegenrichtung zu befahren, was ich mit deutlichen Gesten auf die in die auf den Boden gemalten (natürlich nur in die Gegenrichtung fahrenden) Fahrräder zum Ausdruck brachte. Als dann der Fahrradweg nach einer Kreuzung in beide Richtungen befahrbar war, fuhr der ältere Herr auf meiner Höhe, kurbelte das Fenster herunter und entschuldigte sich. Er habe es übersehen, dass der Fahrradweg nur in eine Richtung ginge. Es täte ihm leid, mich angehupt zu haben. Ich war sprachlos.
Bei der Fahrt auf der Durchgangsstraße hat mich ein dämonisches Grinsen erschreckt.
Da fiel mir wieder ein, was ich schon erfolgreich verdrängt hatte: Im Ländle wurde lediglich der
Teufel mit dem
Beelzebub ausgetrieben.
Ich habe mich ganz schön über ein Interview mit dem Verhandlungsführer der Arbeitgeber in den aktuellen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst im MoMa geärgert. Der
UnMensch hatte folgende undifferenzierten Thesen aufgestellt:
- Er versteht nicht, warum sich die Angestellten so sehr über 18 Minuten tägliche Mehrarbeit ärgern.
- Die Angestellten im öffentlichen Dienst hätten doch so sichere Arbeitsplätze und würden nie gekündigt.
- Die Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst müssen ja erstmal durch die Steuerzahler finanziert werden.
Zu 1.) Dass es den Streikenden weniger um die 18 Minuten mehr Arbeit am Tag als die Angst davor, dass die rechnerisch eingesparten Stellen sofort gestrichen werden / nicht mehr ersetzt werden geht, glaube ich aus eigener Erfahrung sofort.
Zu 2.) Klar - Kündigungen sind auch gar nicht mehr nötig, es genügt, die mittlerweile zahlreichen befristeten Arbeitsverträge nicht mehr zu verlängern. Ich zumindest kenne mehr Menschen mit befristeten Arbeitsverträgen als mit unbefristeten Arbeitsverträgen im öffentlichen Dienst.
Zu 3.) Hallo? Es geht um die Tarife der
Angestellten im öffentlichen Dienst. Die zahlen Steuern - genauso wie jeder andere Angestellte auch!
Die undifferenzierte Darstellung der Forderungen, das Kolportieren von Vorurteilen (Faulheit und Schmarotzertum der Angestellten im Öffentlichen Dienst) und das komplette Ignorieren der Argumente der Gegenseite finde ich entweder dumm oder unlauter. Ich habe mich noch nicht entschieden.
Dass die Moderatorin bei diesen Platitüden nicht nachgehakt hat, macht die Sache im Übrigen nicht besser.
So, nun habe ich das Buch mit dem
hässlichen Cover durch und habe mir die drei weiteren Bände mit den nicht minder hässlichen Covers bestellt. Im Zuge meiner Bestellung habe ich das erste Mal eine Rezension bei Amazon als "nicht hilfreich" bewertet (ich habe noch nie eine Rezension bewertet), da der Rezensent - wie er offen zugibt - nur die ersten 60 Seiten (von 935) gelesen hat. Ja, ich fand´s auch nicht so der Brüller, die ersten 250 Seiten lang. Ab Seite 370 habe ich angefangen, auch außer als Mittel zum Einschlafen zu lesen, aber ab Seite 500 hat es mich dann richtig gepackt und ich will jetzt wissen wie´s ausgeht. Dazu braucht´s aber wohl noch drei Mal 1000 Seiten. Also wohl nur eine Geschichte für Seitenfresser. Als Intermezzo habe ich mir jetzt mein
Geburtstagsgeschenk auf den Nachttisch gelegt. Die anekdotenhaft beleuchteten
Vorurteile von Sir Peter Ustinov liegen auf der Toilette, so kann ich immer nur über ein Kapitel schmunzlen bzw. nachgrübeln.
Zufällig waren wir gestern im Kino. Zufällig deshalb, weil eigentlich Theater auf dem Programm stand. Meine Mutter konnte ihr Abonnement nicht wahrnehmen und hat wohl vergessen mir mitzuteilen, dass die Vorstellung einen Tag vorverlegt wurde. Ich hab´s ihr mal auf die Mailbox gesprochen, aber bisher noch nichts wieder gehört. Naja, ein Beinbruch war´s nicht, das Theater ist von uns daheim in drei Laufminuten zu erreichen. Vorstellungsbeginn wäre 20:00 Uhr gewesen. Dann gibt´s heute Abend eben Onkel Cash statt Onkel Wanja entschieden wir und liefen fünf Minuten weiter ins Kino um die 20:15 Uhr Vorstellung besuchen. (O.K., das war jetzt die Kurzversion. Eigentlich wollten wir erst zum Subways, was essen und als wir auf dem Weg an einem anderen Kino vorbei kamen, dachten wir, warum nicht Kino, mal gucken, was läuft und wollten dann erst Populärmusik aus Vittula gucken, das wäre aber erst um 22:30 Uhr gekommen, dann haben wir gesehen, dass auch Walk the line im anderen Kino läuft und dass, wenn wir uns beeilen, wir noch die Abendvorstellung schaffen. Dann gab´s halt Popcorn und Bier zum Abendessen.)
Mir hat der Film gut gefallen. Es ist zwar genau das, was eigentlich in jedem Musikerfilm gezeigt wird: Die schwere Jugend, das traumatische Erlebnis, das Entdecktwerden, das Abrutschen ins Drogenschlamassel, das Sich-wieder-hochrappeln. Was ich nicht wusste, war dass der Herr mit Jerry Lee Lewis und Elvis auf Tour war...Sehr beeindruckt hat mich jedoch, dass die beiden Hauptdarsteller Joaquín Phoenix und Rees Witherspoon tatsächlich selbst gesungen haben. Aber da ich es ja nie über den Schulchor hinaus geschafft habe, fasziniert mich eigentlich jeder, der einen Ton halten kann...
So, ich habe jetzt das
Mövenfoto in meine
Flickr-Galerie gestellt. Ist aus Peinlichkeitsgründen im Set "Albernes" lediglich für Freunde einzusehen, wer also noch keine Berechtigung hat, kann ja mal einen Kontakt herstellen, ich überlege mir das dann :-).
Nächste Woche sind wir wieder auf eine Faschingsparty eingeladen und ich habe noch keine Idee für ein Kostüm - das der Zigeunerin / indische Tempeltänzerin bleibt mir ja mangels entsprechender Kleidergröße verwehrt.
Weiß jemand, wo bei MON CHERI das Haltbarkeitsdatum steht? Ich habe gerade jeweils eins aus zwei unterschiedlichen Packungen gegessen und festgestellt, dass auf der Schokolade nicht nur schon das Fett sich weiß abgelagert hat (das macht mir üblicherweise nichts aus), sondern auch der
AloholKirschlikör schon in die Schokolade eingetrocknet war (das macht mir üblicherweise schon was aus). Vielleicht sollte ich wirklich mal überprüfen, ob die zwei Packungen nicht aus dem Nachlass des Schwiegeropas stammen.
Und wo ich gerade beim Fragen bin, weiß eigentlich jemand, warum Ahornsirup schon nach ca. 6 Monaten schimmelt, wobei Rübensirup sich anscheinend ebenso lange hält wie
Lorbeerblätter - ohne auch nur zu kristallisieren?
Vorgestern habe ich meinen Rübensirupbestand um 4 EL verringert und meinen Lorbeerblätterbestand um zwei. Vielleicht sollte ich mir vor der Mehrwertsteuererhöhung 2007 noch jeweils eine Packung zulegen.
ist wohl mit ein Grund meines einwöchigen Schweigens. Aber da ich weder eine schwere Krankheiten habe, noch nahe Angehörige verloren habe, noch zu einer Geldstrafe verurteilt worden bin oder mangels Kleinkinder nachts zu meiner Mütze Schlaf komme gibt es nichts worüber ich mich ernsthaft beschweren muss. Zur Abwechslung könnte ich mich ja auch einfach mal über etwas freuen. Zum Beispiel dass jetzt Wochenende ist. Aber dazu bin ich nach der vergangenen Woche einfach zu schlapp. Ich fühle mich undankbar.
Herr S. teilt mir am Telefon mit, er nehme gerade eine Banküberweisung vor.
Ich:
Bringst du deiner Frau Blumen mit?
Er:
Bin ich Allah?
Im
Netzweltticker wird eine Abhilfe gegen Ohrwürmer versprochen: Der
Song-Tapper. Laut SPON ist das Problem bei Ohrwürmern, dass man nur die Melodie hat und mangels Textkenntnis nicht mitsingen kann. Durch Tippen der Leertaste kann man seinen Ohrwurm ermitteln und bekommt den Text geliefert. Eine hübsche Idee, wie ich finde. "Jingle Bells" konnte er sofort erkennen, obwohl er mir auch "Supermario" vorschlug. Nur ist damit mein Problem nicht gelöst: Ich kenne den Text von "Jingle Bells" (auf mehreren Sprachen und eine
"The Simpsons"-Variante: Jingle Bells, Batman smells, Robin layed an egg. Batmobil broke its wheel, the Joker got away - hey!). Das Problem mit dem Text habe ich auch nicht mit meinem
beknacktesten häufigsten Ohrwurm "Der Kuckuck und der Esel". Und von "Ein Vogel wollte Hochzeit halten" kann ich sogar so viele Strophen, dass Herr S. schon mal meinte, ich würde welche frei erfinden (Der Uhuhu, der Uhuhu, der macht die Fensterläden zu.). Trotzdem Ohrwurm. Meine Theorie ist, dass man besonders gerne Lieder als Ohrwurm hat von Songs, die man nur teilweise gehört hat, wie beispielsweise die Supermarktbeschallung oder Radio bei kurzen Autofahrten. Ich frage mich jedoch, was das dann für ein weitreichendes Trauma war, dass meine Eltern die Kinderliederkassette regelmäßig aus dem Autoradio verbannt haben.