Donnerstag, 12. Juli 2007

Schneller zur Arbeit

In Zukunft komme ich wieder doppelt so schnell zur Arbeit, denn ich konnte heute schon mein am Samstag in Reparatur gegebenes Fahrrad wieder abholen konnte. Bei der letzten Anfrag hieß es, wenn keine Schlechtwetterperiode kommt, dann erst in vier Wochen.

Ich habe es einmal generalüberholen lassen und 50% der Kosten der Inspektion waren Materialkosten. Und nein, für den Preis hätte ich kein neues Fahrrad bekommen.
Früher habe ich ja wirklich alles selbst repariert, aber wozu verdiene ich Geld? Nicht, damit ich ein Wochenende lang Fahrradersatzteile kaufe und ein weiteres damit verbringe das Rad mehr schlecht als recht zusammen zu schrauben. Es fährt jetzt wieder wie eine 1, nichts klapptert und sogar der Tacho, von dem ich dachte, die Batterie sei leer, funktioniert wieder. Daher weiß ich dass mit meinem Rad in der Werkstadt 49 km gefahren wurden. Ich weiß, 49 km wahrscheinlich die Pedale gedreht. Aber die andere Vorstellung ist schöner!

Dienstag, 3. Juli 2007

Krimifan, keiner

bin ich wohl. Der Teufel von Mailand von Martin Suter hat mich nicht wirklich umgehauen. Obwohl es preisgekrönt ist und ich dachte: Komm Krimi, wir versuchen es nochmal miteinander. Ich habe ihn zwar gern und zügig gelesen, aber es scheint am Genre zu liegen - ich komme mit Krimi-Büchern nicht wirklich zurecht. So als Bespaßung schon, aber nicht so lieblingsbuchmäßig so.
Irgendwie hat es mich an Pattern recognition von William Gibson erinnert. Weiß aber nicht warum. So stimmungsmäßig irgendwie.

Sonntag, 1. Juli 2007

Bespaßungsformat für Hausfrauen im Halbschlaf

bezeichnet SPON das ARD/ZDF-Morgenmagazin.

Ich gestehe, ich gehe nicht ohne MoMa aus dem Haus und fühle mich weniger bespaßt als gut informiert. Für meinen Geschmack ist nur der Sport überrepräsentiert - fünf Minuten vor der halben Stunde, zehn Minuten vor der ganzen Stunde.

Dem MoMa entkommt man auch nicht, wenn man sich die Nachrichten zur abendlichen Primetime anschaut, die meisten Hauptstadtinterviews sind während des MoMas Liveschaltungen aufgenommen worden.

Die Service-Themen sind in der Regel gut aufbereitet - zumindest ist es mir bei den Themen aufgefallen, bei den ich von Berufs wegen behaupte, das auch beurteilen zu können.

Meine Hausratversicherung habe ich aus einer Testzeitschrift ausgesucht, von der ich im MoMa-Service gehört hatte, dass sie das Thema den Monat im Heft hat. Auch den Kulturtips gehe ich regelmäßig nach.

Einer von den Meteorologen war übrigens mal beim Prominenten-Wer wird Millionär und hat tierisch abgesahnt. Bei jeder zweiten Frage sagte er "Das war neulich im MoMa Thema." Aber das ist kein Argument für die Qualität der Sendung, Herr Jauch ist mit seinem WWM ja tatsächlich Hausfrauenbespaßung im (nunmehr abendlichen) Halbschlaf.

Die MAZ mit den Kinderreportern habe ich übrigens "live" gesehen.

Link: sevenload.com

Über die Bemerkung der einen Reporterin "Aber wenn man kaum an den Computer geht, dann sind die anderen Fragen doch geschmissen." habe ich mich krüppelig gelacht - O.K. das war ein Spaß!

Freitag, 29. Juni 2007

Kafka, der alte Outdoorfreak

Herr S. sagt: "Ich will kein Käfer sein!"
Die Bestandsaufnahme im Keller ergibt: Ein neues Zelt muss her.

Im Angebot haben wir das kleine Blaue, mit der Betonung auf "klein". Herr S. und ich sind mehr als 1-2 Personen, daher befindet sich dieses Zelt in Dauerleihgabe bei Bekannten mit Kindern.

Der nächst größere (grüne) Kandidat hat Platz für 3 Personen (die dritte Person muss jeweils Wache stehen), ist aber nicht mehr ganz dicht. Das ist wörtlich zu nehmen, denn über den Geisteszustand dieses Zeltes wird nicht diskutiert. Mit diesem Zelt werden wir wohl kurzen Prozeß machen, da ist das Urteil schon gefällt.

Und dann wäre noch Uncle Knick Knack, der alte behäbige Schlossherr für besondere Gelegenheiten, der aber leider für Wochenendspritztouren nicht taugt, da seine Packmaße in etwa denen von zwei Leichensäcken gleichen.

Das Neue soll so groß sein, dass man sich nicht "käferartig, auf dem Rücken liegend" (Zitat Woik-Katalog 2007 S. 229, 2. Infokasten) umziehen muss, aber so leicht, dass ich es in zusammengepacktem Zustand alleine tragen kann, ohne mich der Verdunkelung eines Totschlags verdächtig zu machen.

Ein paar geeignete Kandidaten haben wir schon ins Auge gefasst, vielleicht kann ich morgen an dieser Stelle das neue Familienmitglied vorstellen. Dann kann sich Herr S. von den Zeiten der Verwandlung verabschieden!

Nachtrag:
We proudly present: World's End [working title]
Als Ausstellungsstück haben wir es einen Tick billiger bekommen :-)

Samstag, 23. Juni 2007

Film, falscher

Aaaah! Das abendliche Fernsehprogramm, das ich mir ausgesucht habe, wird von der "Funkuhr" präsentiert.
Ich bin wohl buchstäblich im falschen Film.

"Es geht auf keinen Fall so weiter, wenn es so weiter geht."

sagte Erich Kästner und dachten wir uns.

Wenn alles glatt läuft, zahlen wir nun ab 01. August keinen Cent mehr für Atomstrom. Dafür einen Sonnencent extra. Heute kam die Bestätigung der Elektrizitätswerke Schönau, dass unser Stromlieferantrag angekommen ist.

Das war einfach - wir mussten nur einen einseitigen Stromlierferantrag ausfüllen, die Kopie der letzten Stromrechnung beifügen, eine Briefmarke aufs Kuvert kleben und zur Post bringen. Die Ummeldug beim bisherigen Stromversorger besorgen dann die EWS.

So kann man auch als popeliger Mieter etwas für Nachhaltige Entwicklung tun. Und man muss keine Unternehmen unterstützen, deren Zentralgeschäft mehr dem von Banken als dem der Energieerzeugung ähnelt.

Leute - tut was, bevor die Klimaproblematik nur noch mit so einschneidenden Maßnahmen zu lösen ist, dass diese nicht mehr im Rahmen einer Demokratie durchsetzbar sind und Freiheit ein Traum vergangener Jahrzehnte ist.

Davor habe ich wirklich Angst.

Mittwoch, 20. Juni 2007

Schatten, großer

Bin gestern über meinen (mindestens 72 m hohen) Schatten gesprungen.

Ich alter Hasenfuß bin das erste Mal in meinem Leben Achterbahn gefahren und zur Krönung des Tages die - nach eigenen Angaben - höchste und schnellste Achterbahn Europas. Wo? Im Europapark beim Betriebsausflug.

Und das Beste: Es war ein Vergnügen! Auch wenn ich das nach der Diskussion mit mir selbst beim Anstehen "Was machst Du hier? Bist du eigentlich lebensmüde? Das ist ein Vergnügungspark, kein Quälpark!" nicht gedacht hätte.
Der ganze Tag war ein bombastischer Sommertag - ein einziger Spaß!

Entschuldigen möchte ich mich auf diesem Weg bei dem unbekannten zwölfjährigen Schweizer, der neben mir im SilverStar eingestiegen ist und den ich in meiner Kontemplation erst bemerkt habe, nachdem er das zweite Mal laut und deutlich "Grüezi!" gesagt hatte.

Freitag, 15. Juni 2007

Fernsehfortsetzungsromane

Ich finde ja, er macht die Telenovelas ein Bisschen sehr schlecht.

In Chile fand ich sie toll, aber vielleicht ist man in seiner Vatersprache auch nicht ganz so anspruchsvoll.

Geliebt habe ich auf jeden Fall "Ámame" als ich mit 16 und mit hundsmäßigem Liebeskummer acht Wochen drüben war und man hier noch nicht einmal wusste, wie telenovela buchstabiert wird.



Vor drei Jahren habe ich dann noch das Ende von "Machos" gesehen, bin aber nicht mehr richtig rein gekommen.


Ich durfte ich dann den Start von "Los Pincheira"

und "Hippie" (bitte "chippi" aussprechen) verfolgen.


Das war eine Glaubensfrage was man schaut! Und natürlich zur besten Fernsehzeit.

Hängt ihn!

Frage:
Heißt es "Der Bescheid wird ausgehängt?" oder der "Der Bescheid wird ausgehangen."

Bitte keine Antworten mit der Begründung "das sagt mein Gefühl". Meines sagt auch was. Auch das meiner Mutter, Deutschleherin schon länger als ich denken kann und ich habe noch keine Wette gegen Sie in Sachen Deutsch verloren und ich wette in der Regel nur, wenn ich mir meiner Sache SEHR sicher bin.

Antworten sollen bitte eine Erläuterung über den transitiven und intransitiven Gebrauch des Verbes "hängen" enthalten und was in der Passivierung damit passiert.
Erfreut wäre ich auch über eine stichhaltige Erläuterung der Behauptung, es sei ein (grammatikalischer) Unterschied ob man einen Bescheid oder eine Tür aushänge.

Und nein: die Google-Bildersuche akzeptiere ich nicht als Argument.

Bin ich seltsam?

Ich bin jetzt seit 26 Monaten bei dem Laden und habe vorgestern zum zweiten Mal privat etwas mit Kollegen außerhalb des Amtsgebäudes unternommen (Mittagspause und sich während des Betriebsausflugs auf drei Tassen Kaffee abseilen nicht mitgezählt).
Aber ich fühle mich wohl und finde eigentlich alle nett.

Erkläre die Leere:

Huch, ist das hier leer. Aber irgendwie ist zur Zeit entweder viel zu viel los oder ich bin im Eimer. Das ist auch an meinem Lesestoff zu beobachten, da der gerade nicht weggeht. Zum einen habe ich mit der "ZEIT" wöchentlich zu viel zu lesen und als alte Schwäbin kann ich nur sehr schwer etwas ungelesen wegwerfen (1). Auf der anderen Seite komme ich mit meinem Buch nicht zum Ende, seit dem Wochenende schaffe ich von den letzten dreißig Seiten gerade mal jeweils 1/4 pro Abend.


(1) Weggeworfen wird Ungelesenes aus der ZEIT nur dann, wenn die nach Büchern, und die wiederum nach Datum, sortierten Teile der ZEIT solange in dem Korb im Wohnzimmer liegen, den Herr S. von seinem Freund T. mit 15 verschiedenen Sorten Bier drin geschenkt bekommen hat, bis durch die Staubschicht die oben liegende Seite nicht mehr zu sehen ist und (kumulativ) Besuch ins Haus steht. Vorher nicht.

Mittwoch, 30. Mai 2007

Banausin

pah - dachte ich bei der Berichterstattung über "Schöne Franzosen an der Spree" - die Bürger von Calais stehen doch im Musée Rodin und nicht im MoMA (wie ich neulich bei einer privaten Diashow gelernt habe).

Wikipedia hilft:
Nr. 6 steht in Paris (Guss von 1926)
Nr. 11 steht in New York (Guss von 1985)

und die Nr. 1 steht natürlich in Calais (Guss von 1895), Dummerchen!

Aber mit einem hatte ich recht: Da ham sich die Amis aba mal wieder nen eighties-Quatsch andrehn lassen.

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