Donnerstag, 16. November 2006

spielende Kinder

Gestern am Sperrmüllhaufen (der ist da schon seit einer Woche, scheint wohl ein übliches Problem zu sein) haben zwei 10jährige Gladiatoren sich mit Maschinengewehr und Morgenstern bekämpft.
Das Maschinengewehr war eine ausziehbare Gehhilfe, die beim Ein- und Ausziehen schön knatterte, der Morgenstern ein blauer Reisefön, der über Kopfhöhe am Kabel geschwungen wurde.

Völlerei IV

Nachdem wir von Taube und Roter Beete letztes Jahr angefixt wurden und die hier dieses Jahr nicht liefern konnten, hoffe ich, dass er hier unten drin und bald bei uns ist.

Sonntag, 12. November 2006

Die gute Nachricht

von letzten Freitag, dass ich für die nächsten zwei Jahre unterschreiben konnte, musste gestern natürlich gebührend gefeiert werden.
Mit von der Partie waren vier wirklich spontan organisierte Karten für eine ausverkaufte Party
  • 2 Gläser Sekt
  • 2 Gläser Rotwein
  • 1 große Protion Spaghetti Bolognese
  • 1 Glas selbstgebrannter Schnaps, der die Frage aufwarf, wie stelle ich fest, ob er tatsächlich 45% hat
  • 3 Plastikbecher Ramazotti mit Ginger-Ale, die haben dann auch statt eigentlich 5 für die Mütze gereicht
  • 1 Glas Scapa
  • 1 Curry spezial mit Brötchen und 1/2 kleine Pommes
  • 1 Glas Bier
  • 3 Gläser Wasser
  • 2 Aspirin
  • etliche Tassen Kaffee heute Morgen Mittag
Mir geht´s überraschenderweise gut, nur ein bisschen müde bin ich.

Donnerstag, 9. November 2006

Problemblog

Das hier ist kein Problemblog. Mir wäre nicht bewusst, dass ich auf folgende Suchanfragen Lösungen anbiete.
Versuchen möchte ich es trotzdem:

"was kommt morgen in der examensklausur dran"
Kauf dir doch das Buch von dem, der gestern bei Kerner mit den Gästen Kaffeesatzlesen gemacht hat. Bei zu schmalem Studentenbudget: Mut zur Lücke, das ist billiger.

"zahnspange, peinlich"
Ja, das ist so. Schnell erkannt. Transportiert man seine aktiven Platten heutzutage eigentlich noch in so einem roten Plastikapfel?
Schönheit vergeht, Hektar besteht!

"Ärger mit ärztlichen Gutachten"
Am besten treibt man den Teufel mit dem Beelzebub aus und handelt sich "Ärger mit der Rechtsschutzversicherung" ein.

"Zielgruppe bürgerliches Trauerspiel"
Bürger.

"schubladen stinken"
Schubladen öffnen, entleeren und mit feuchtem Tuch reinigen.

"Brandschutzübung im Urlaub"
Alkohol ist keine Lösung!
Kein Alkohol ist aber auch keine Lösung.
Und dran denken: Aufzug im Brandfall nicht benutzen.

"alltag eines politikern"
Einfach mal den Genitiv von "Politiker" auspacken.

"mon chéri eingetrocknet"
Oma mal öfter besuchen, dann sind auch die angebotenen Pralinen noch frisch. Eventuell auch Lösung für "schubladen stinken".

Sonntag, 5. November 2006

Wer früher stirbt ist länger tot

ist mein heutiger Filmtipp, für alle, die zumindest passiv des Bayerischen mächtig sind. Sonst wird´s anscheinend schwierig, denn die junge Dame hinter uns, die offenbar von nördlich des Weißwurstäquators stammt, musste mit einem "Waaas?" ständig die Simulatanübersetzung ihres Nebensitzers anfordern.

Überzeugt hatte uns neulich in der Vorschau der Trailer mit folgendem Dialog:
SchneiderSebastian, 11 Jahre: "Daden Sie fulleicht eventuell mit mir vögln?"
Lehrerin: "Was???"
Sebastian, 11 Jahre: "Also net, oder?"

Freitag, 3. November 2006

Modegeflüster

Dieses Jahr habe ich mich mal ausnahmsweise rechtzeitig vor Kälteeinbruch mit Mütze, Schal und Handschuhen ausgestattet. Die gleiche Idee hatten auch zwei hippe Mädlz von der Sorte, die sich bei H&M zu zweit in die Umkleidekabine quetschen und sich gegenseitig beim FehlKauf der zwei Nummern zu kleinen Hose mit "Hey sexy lady!" anfeuern. Die Exemplare von letztem Dienstag waren wohl ehrlicher miteinander, denn eine Häkelmütze im Garçonnestil wurde mit "Siehsch aus wie Klorolle auf Hutablage." kommentiert.

Sonntag, 29. Oktober 2006

How to...

Ich finde das Halloween-Fieber gar nicht so übel - aber weniger weil ich diesen Import als zusätzliches Fest begrüße, als dass ich alles umarme, was die Weihnachtseuphorie ein wenig verzögert.

Wer mit den Halloweenbräuchen noch nicht so vertraut ist, kann sich bei viedeojug mit diesem kleinen Lehrfilm auf den neuesten Stand bringen. Auch wer Probleme mit Vampiren hat, findet hier Hilfe.

Ebenfalls kommt der kleine Heimwerker in uns allen auf seine Kosten, beispielsweise bei der Frage, wie man eine Glatzenkappe Katzenklappe montiert.

Freitag, 27. Oktober 2006

4 Gelegenheiten

bei denen ich offensichtlich etwas Männliches an mir hatte in umgekehrt chronologischer Reihenfolge:
  1. hier
  2. Im Supermarkt, eine Silberzwiebel mit Brillengläser dick wie umgedrehte Aschenbecher: "Junger Mann, Sie sind so schön groß, können Sie mir bitte das Glas Gurken vom oberen Regal reichen?"
  3. Studentische Faschingsparty, ich kenne außer der Gastgeberin niemanden und wollte kein Geld für ein Kostüm ausgeben. Gekauft wurde ein Schnurrbart Modell "Pornobalken" für 2,85 DM. Dazu mein mittlerweile verstorbenes Kleines Schwarzes, hochhackige Schuhe, ich ging quasi als Freddy Mercury beim Staubsaugen zu "I want to break free". Die Damen auf dieser Veranstaltung lachten sich beim ersten Blick halb tot, die Herren der Schöpfung haben den Bart aufgrund der Konzetration auf sekundäre Geschlechtsmerkmale teilweise erst nach mehrminütiger Konversation bemerkt. "Sag mal, wenn du den Bart abnimmst, hast du dann noch etwas Männliches?"
  4. Sylvester 1995 / 1996 am Telefon mit vereiterten Stimmbändern: "N., hallo?" "Guten Tag, könnte ich bitte Ihre Frau sprechen?"

Danke!

Bürgerliches Trauerspiel für einen automatischen Anrufbeantworter von niederem Adel und eine kleinbürgerliche automatische Umfrage in einem winzigen Akt
AB: Guten Tag, Sie sind mit dem automatischen Anrufbeantworter von [mir und Herrn S.] verbunden. Wir sind im Moment leider nicht zu sprechen, bitte hinterlassen Sie uns eine Nachricht nach dem Signalton. Dankeschön! Piep.
AU:...te hören Sie sich die Frage ganz bis zum Ende an und drücken Sie dann 1 für ja und 2 für nein. Sind Sie damit zufrieden, dass die Energiekosten sich ständig erhöhen? Drücken Sie bitte die 1 für ja oder die 2 für nein
AB: schweigt
AU: sehr höflich Sie haben keine gültige Auswahl getroffen. Bitte drücken Sie die 1 für ja oder die 2 für nein.
AB: feixt ein bisschen und rührt sich ansonsten nicht
AU: immer noch sehr höflich und kein bisschen säuerlich Sie haben keine gültige Auswahl getroffen. Danke für Ihre Teilnahme.
AB: triumphierend piep rotes Licht blinkt, null springt auf eins

Donnerstag, 26. Oktober 2006

Habsucht, Zorn und Neid

Hier ist gerade nicht so viel los, weil mit mir im Moment nicht so viel los ist.

Obwohl - ich gehe mit dem Trend:

Meine löblichen Freizeitbeschäftigungen wie Literatur, virtuos Piano spielen und körperliche Ertüchtigung zu Musik habe ich zugunsten von sehr viel szenigerem Extreme-Trübsalblasing und Street-Hassing aufgegeben.

Der Grund: Ich weiß immer noch nicht, ob ich mich am 02.01.07 nicht doch bei den Kollegen im Nachbargebäude melden muss, es wurden Courage- rechtliche Probleme angemeldet. Gewissheit gibt es wohl erst Ende nächsten Monats.

Und weil es gerade so motivierend ist, darf ich jetzt 3 Wochen lang die Urlaubsvertretung für meine Chefin erledigen, die andere Kollegin ist momentan noch krank geschrieben und einer der männlichen Kollegen ist bei einer Brandschutzübung, weil er sich freiwillig als Brandschutzbeauftrager für das Erdgeschoss gemeldet hat.

Naja, mit Freestyle-Hoffnung-Killing kann ich dann in der besinnlichen Adventszeit immer noch anfangen.

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