Sonntag, 2. April 2006

Kurzgeschichten

So, mittlerweile habe ich mich zum vierten 800seitigen Band des Osten-Ard-Opus von Tad Williams vorgerobbt. Das Buch wird aber aus beziehungstechnischen diversen Gründen erst heute Abend als Bettlektüre angefangen. Dagegen wirken "Der Zauberberg" und "Die Buddenbrooks" zusammen wie Kurzgeschichten. Naja - ich mags langatmig!

Freitag, 31. März 2006

Draußen nur Kännchen

Nach der Arbeit wurde ich spontan zu einem kleinen Familientreffen gerufen. Die bald 80ig jährige Mutter der Freundin meiner Cousine ist Hobbykünstlerin und stellt historische Vitrinenpuppen her. Anlässlich einer Ausstellung dieser Puppen kam die weithergereiste Verwandschaft und versammelte sich auf eine Tasse ein Kännchen Kaffee. Anlässlich des großfamilienaktuellen Themas "Vaterschaftstest" (das fragliche Kind ist gerade 40 geworden) wurde in der Frauenrunde mit meinem Bruder als Frau ehrenhalber eruiert, ob mit Hilfe der Genforschung die Welt endlich besser wird: Durch die DNS-Tests wissen nun auch die Männer endlich mit Sicherheit, ob das Kind von ihnen ist und müssten die Frauen nicht mehr misstrauisch hinter Herdfeuer, Schleier und in Kirchen sperren.

Donnerstag, 30. März 2006

Brokeback Mountain

Ich habe ganz verschwiegen, dass wir am Sonntag endlich Brokeback Mountain gesehen haben. Ich fand ihn wirklich schön. Auf Kommentare verzichte ich. Ansehen!

Vorurteile

Gestern im Autoradio hatte ich das Vergnügen mit der DASDING Netzparade. Als der 2. Platz mit der Band "Black`n`Proud" angekündigt wurde, war ich (mangels Interesse an doofen Deutschen HipHoppern die sich gangstermäßige Bandnamen geben) schon versucht umzuschalten. Als der Moderator aber meinte, die beiden hießen bürgerlich C. Schwarz und M. Stolz, habe ich aus Symphatie das Lied Jung&Hungrig angehört. Wie gesagt, aus Sympathie für den Namen.

Freitag, 24. März 2006

Endlich Freitag!

Aufreger am Mittwoch: Die Fußbänke für die neuen Kolleginnen. Eine Fußbank erhält nur, wer kurze Beinchen hat.
Neue Kollegin, die aus der Außenstelle ins Hauptamt wechselte, kann über die zentrale Materialverwaltung keine Fußbank bekommen, da ihre Fußbank noch am alten Arbeitsplatz in der Außenstelle steht. Die muss ins Hauptamt transportiert werden. Idee: Fußbank mit der Hauspost versenden. Hauspost lehnt ab, es müsse bei (ich habe die Stelle vergessen, war mir bisher nicht bekannt) ein Antrag auf Transport gestellt werden.
Die andere Kollegin hat bisher keine Fußbank und einen alten nichtergonomischen Schreibtischstuhl. Sie bestellt selbiges bei der Materialverwaltung. Statt der angeforderten Dinge erhält sie ein Formular zur Entbindung Ihres Hausarztes von der Schweigepflicht, damit das Gutachten zur Behebung von Haltungsschäden eingeholt werden und der Stuhl vom zuständigen Ingenieur an sie angepasst werden kann. Entbindung von der Schweigepflicht wurde nicht gegeben, sondern auf die prophylaktische Funktion von Fußbank und Schreibtischstuhl hingewiesen. Bisher ungewiss, ob Antrag weiter bearbeitet wird.

Aufreger am Donnerstag: Ein Nichtkunde (das war das Problem) hat sich seit vier Jahren nicht um seine Krankenversicherung gekümmert und war auch genauso lange nicht beim Arzt gewesen. Der Gang zum Mediziner war so dringend, dass er bei uns im Gang zusammengeklappt ist. Rettungswagen musste gerufen werden.

Aufreger heute: Beißender Schmorgeruch. Quelle konnte mit der Nase nicht lokalisiert werden. Verzweifelte Versuche, den Hausmeister, telefonisch zu erreichen. Glückt nicht. Panik, jeden Raum kontrollieren zu müssen, ob dort ein Elektrogerät kokelt. Irgendwann Entwarnung: Der Hausmeister flexte irgendetwas, das abartig stank. (Zu hören gewesen war jedoch nichts.)

Donnerstag, 23. März 2006

Es ist Wahlkampfzeit!

Endspurt. Überübermorgen wird gewählt - das ist mittlerweile unübersehbar. Die vom Kollegen gespendete Frühstücksbrezel informiert im Ess-Bahnpaket über den ÖPNV. SPON teilt mit, dass auf einem Sender, den ich wegen Dummfug meide und der im Autoradio nur auf Sendeplatz zwei ist, weil ich immer vergesse, wie das mit dem Programmieren der Programmknöpfe funktioniert, dass Frau Vogt nicht nur einen Hund vortäuscht.
Da mich Herr Öttinger nicht interessiert, weiß ich von ihm nichts zu berichten.

"Mein Baby war beim Frisör"

singt mein Mann heute Abend hoffentlich nur bis hierher und nicht weiter! Ich wollte nur die ausgetrockneten Spitzen abschneiden lassen und ein bisschen Pony haben. Die Friseurin hatte wohl etwas Mitleid mit meinem zum Schnittlauchtum neigenden Haar gehabt und mir ein paar Locken hineingebastelt. Zumindest mit den Geschäftsklamotten von heute ist das ziemlich "Desperate Housewifes"-mäßig. Da der Wischmob die Pracht wohl nicht die Nacht übersteht habe ich mich schnell vor (hinter?) der Badezimmertür in Pose geworfen und ein Selbstporträt geknipst. Wer an so einem trüben Tag wie heute Aufmunterung braucht, darf in meiner Flickr-Galerie unter dem nichtöffentlichen Ordner "Albernes" die neue Frisur bewundern. Ganz aktuell ist das Bild nicht, denn momentan habe ich Staub in den Haaren, da ich unter dem Schreibtisch herumgekrochen bin um wegen des Fotokartenslots das Datenkabel des Druckers zu lokalisieren und ihn an Targor anzuschließen. Später wurde ich freundlicherweise darauf aufmerksam gemacht, dass das neue Familienmitglied ja auch einen Slot für die CF-Karte hat. (CompactFlash wird chilenisch übrigens "kompakt flatsch" ausgesprochen) Tja, erst denken, dann handeln. Da der Drucker schon mal angeschlossen ist, kann ich mir dann auch endlich das Beitrittsformular für den Sportverein ausdrucken, dessen Aerobic-Programm ich nach dem "Probeturnen" diese Woche in Zukunft 2x wöchentlich in Anspruch zu nehmen gedenke (innerer Schweinehund ist wohl gerade Gassi).

P.S.: Wen ich noch nicht als "friend" in meinen Flickr-Kontakten habe, möge sich melden.

Samstag, 18. März 2006

Doch noch dabei...

wir haben überraschenderweise doch noch WM-Tickets bekommen ;-)

Da wir einen Teil der WM in Schweden verbringen werden, haben wir gleich mal die richtigen Trikots angezogen.

Amüsantes zum Thema Fußball gibt´s übrigens auch bei Fooligan.

[via Spreeblick]

V wie Vendetta

Also mir hat der Film gut gefallen. Er spielt in einem London der nahen Zukunft mit einem totalitären Regime, in dem der einsame Rächer Widerstand leistet. Ich fand es spannend und mitreißend, ohnehin rühren mich Revolutionsdramen immer besonders an. In dem Fall stört mich dann auch kein Pathos und ich musste mir am Ende ein Tränchen aus den Augen wischen.

Ich denke jetzt immer noch über den Film nach, aber das ist auch kein Wunder: Werden schreiende Ungerechtigkeit, Dummheit, Ignoranz und Intoleranz thematisiert, packt mich das. Neulich, als ich Hexenjagd im Theater gesehen habe, war ich kurz davor, dem Inquisator vor Wut meine Handtasche an den Kopf zu hauen. Die Tatsache, dass ich vom Rang rechts Reihe 7 Platz 8 mich mitten in der Vorstellung aus der Reihe hätte drängeln müssen, hat mir wieder ins Gedächtnis gerufen, dass das nur ein Theaterstück ist und der Mann da vorne es sicher nicht so meint.

Mein Tip: "V wie Vendetta" unbedingt angucken, mangels Landschaften reicht es aber auch zu warten, bis er auf DVD erhältlich ist.

Herr S. hatte das gestrige Kinoprogramm bestimmt, nach dem er in William Gibsons Blog diese Kritik gelesen hat. Ob in den USA so eine Kritik eher als Kuriosität oder Normalität gewertet wird, weiß ich nicht. Auf jeden Fall dachte ich mir, die spinnen, die Amis, bis ich die Kritik auf SPON gelesen habe: O.K., den Titel kann man noch als Wortspiel auffassen (Maske und so). Abgesehen davon, dass Herr S. und ich bei dem Satz: "Dass sie [die Bürger, deren Herzen dem Protagonisten zufliegen] davor Teil eines Schuldzusammenhangs gewesen sein müssen, der Deportationen und Enteignungen duldete, dass sie etwas gehabt haben könnten vom staatlichen Terror, diese Frage taucht nicht auf." an das alte "Autobahnen"-Argument denken mussten, weiß ich nicht, welche Ansprüche der Rezensent an einen Unterhaltungsfilm hat. Wenn ich mir "Findet Nemo" ansehe, moniere ich doch auch nicht eine fehlende zoologischen Abhandlung über Amphiprion percula und ocellaris. Genausowenig nehme ich "V wie Vendetta" als Staatsbürgerkunde. Natürlich ist die Problematik auf ein einfaches Gut-Böse-Schema reduziert. Hallo, die Vorlage ist ein Comic!

Zumindes bei uns im Gäu habe ich keine Angst vor revolutionärer Massenhysterie: die Spätvorstellung einen Tag nach Bundesstart besuchten außer uns ganze fünf Menschen.

Freitag, 17. März 2006

Beim Möhrenschälen aus dem Off:

"Der Freitagabendfilm der ARD wird Ihnen präsentiert von Allgäuer Latschenkiefer"

Schnell die Fernbedienung gesucht und zu WWM umgeschaltet.

Wider den Durchschnitt!

Laut DESTATIS beträgt der Bruttomonatslohn eines Angestellten durchschnittlich zur Zeit 3.833 Euro. Die durchschnittliche bundesdeutsche Angestellte schleppt über 1.000 Euro weniger nach Hause: 2.734 Euro.

Haben wir eine Familie in der Papa arbeitet, Mama den Haushalt schmeißt und zwei Kindern über 15 Jahren, die brav zur Schule gehen, dürften die inklusive Kindergeld so etwa 2800 Euro in der Haushaltskasse haben.

So, jetzt geht mal die durchschnittliche Angestelltenmama arbeiten. Papa bleibt zu Hause. Mit ihren durchschnittlich 1.948 Euro netto plus Kindergeld werden 2.256 Euro in die Haushaltskasse gespült und sie kann sich, so bald sie auch nur ein paar Euro unter Durchschnitt verdient, bei der zuständigen Behörde für das Arbeitslosengeld II anstellen.

Ein Grund mehr, als Frau nicht durchschnittlich zu leben!

Übrigens mit ein Grund, warum die Bezeichnung "Arbeitslosengeld II" so völlig falsch ist. Ich würde gerne mal wissen, wie viele der Bezieher tatsächlich arbeitslos sind.

Ich bin jetzt Palmen.

Das neue Familienmitglied heißt Targor.
Kein Bub, ein PC. Der Targa-PC von LIDL letzten Mittwoch.
Der PC-Meister hat die Chance genutzt, unterschiedliche Benutzerprofile einzurichten. Wahrscheinlich, damit ich nicht mehr über die 1 Mio Icons auf dem Desktop lästere oder darüber, dass meine Bookmarks immer links in der Liste verschwinden. (Oder sagt er das über mich?) Warum ich die E-Gitarre bin und er das Quitscheentchen, entzieht sich (bisher) meiner Kenntnis. Ich bin jetzt Palmen.
Da im Lieferumfang eine Funkmaus enthalten war, kann ich jetzt mein Profil auf Linkshändigkeit umstellen und die Maus von rechts nach links legen ohne mit dem Kabel das ganze Gerümpel um und auf dem Monitor herunterzuwerfen. Hallo kreative rechte Gehirnhälfte, jetzt wirst du nicht mehr von der Benutzung der rechten Hand ausgetrickst!

Mittwoch, 15. März 2006

Top ten most annoying alarm clocks

Bei diesen Weckern herrscht im wahrsten Sinne des Wortes die Qual der Wahl.

[via SPON]

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