Mittwoch, 8. August 2007

Freud und Leid

liegen oft nahe bei einander:

Als ich "meinen" Kater (der bei meiner Mutter wohnte) das letzte Mal gesehen habe, habe ich mit ihr gerade auf meinen lange ersehnten unbefristeten Arbeitsvertrag angestoßen.

Trauerfall

Uns fehlt jemand.

Sonntag, 22. Juli 2007

Radioactive Snail

Das Zelt hat seinen Eignungstest bestanden. Draußen strömender Regen, drinnen ungestörte Nachtruhe.

Nur eins hat mich etwas beunruhigt: Die Schnecken waren zu schnell für mich! Hatte ich eine mit flottem Bogen mit Hilfe eines Herings von der Zeltwand geschleudert, brauchte ich nur kurz einen weiteren Hering ziehen und das Vieh saß schon wieder am alten Platz.

Ich schiebe es auf die relative Nähe zum Atomkraftwerk.

Donnerstag, 12. Juli 2007

Schneller zur Arbeit

In Zukunft komme ich wieder doppelt so schnell zur Arbeit, denn ich konnte heute schon mein am Samstag in Reparatur gegebenes Fahrrad wieder abholen konnte. Bei der letzten Anfrag hieß es, wenn keine Schlechtwetterperiode kommt, dann erst in vier Wochen.

Ich habe es einmal generalüberholen lassen und 50% der Kosten der Inspektion waren Materialkosten. Und nein, für den Preis hätte ich kein neues Fahrrad bekommen.
Früher habe ich ja wirklich alles selbst repariert, aber wozu verdiene ich Geld? Nicht, damit ich ein Wochenende lang Fahrradersatzteile kaufe und ein weiteres damit verbringe das Rad mehr schlecht als recht zusammen zu schrauben. Es fährt jetzt wieder wie eine 1, nichts klapptert und sogar der Tacho, von dem ich dachte, die Batterie sei leer, funktioniert wieder. Daher weiß ich dass mit meinem Rad in der Werkstadt 49 km gefahren wurden. Ich weiß, 49 km wahrscheinlich die Pedale gedreht. Aber die andere Vorstellung ist schöner!

Dienstag, 3. Juli 2007

Krimifan, keiner

bin ich wohl. Der Teufel von Mailand von Martin Suter hat mich nicht wirklich umgehauen. Obwohl es preisgekrönt ist und ich dachte: Komm Krimi, wir versuchen es nochmal miteinander. Ich habe ihn zwar gern und zügig gelesen, aber es scheint am Genre zu liegen - ich komme mit Krimi-Büchern nicht wirklich zurecht. So als Bespaßung schon, aber nicht so lieblingsbuchmäßig so.
Irgendwie hat es mich an Pattern recognition von William Gibson erinnert. Weiß aber nicht warum. So stimmungsmäßig irgendwie.

Sonntag, 1. Juli 2007

Bespaßungsformat für Hausfrauen im Halbschlaf

bezeichnet SPON das ARD/ZDF-Morgenmagazin.

Ich gestehe, ich gehe nicht ohne MoMa aus dem Haus und fühle mich weniger bespaßt als gut informiert. Für meinen Geschmack ist nur der Sport überrepräsentiert - fünf Minuten vor der halben Stunde, zehn Minuten vor der ganzen Stunde.

Dem MoMa entkommt man auch nicht, wenn man sich die Nachrichten zur abendlichen Primetime anschaut, die meisten Hauptstadtinterviews sind während des MoMas Liveschaltungen aufgenommen worden.

Die Service-Themen sind in der Regel gut aufbereitet - zumindest ist es mir bei den Themen aufgefallen, bei den ich von Berufs wegen behaupte, das auch beurteilen zu können.

Meine Hausratversicherung habe ich aus einer Testzeitschrift ausgesucht, von der ich im MoMa-Service gehört hatte, dass sie das Thema den Monat im Heft hat. Auch den Kulturtips gehe ich regelmäßig nach.

Einer von den Meteorologen war übrigens mal beim Prominenten-Wer wird Millionär und hat tierisch abgesahnt. Bei jeder zweiten Frage sagte er "Das war neulich im MoMa Thema." Aber das ist kein Argument für die Qualität der Sendung, Herr Jauch ist mit seinem WWM ja tatsächlich Hausfrauenbespaßung im (nunmehr abendlichen) Halbschlaf.

Die MAZ mit den Kinderreportern habe ich übrigens "live" gesehen.

Link: sevenload.com

Über die Bemerkung der einen Reporterin "Aber wenn man kaum an den Computer geht, dann sind die anderen Fragen doch geschmissen." habe ich mich krüppelig gelacht - O.K. das war ein Spaß!

Freitag, 29. Juni 2007

Kafka, der alte Outdoorfreak

Herr S. sagt: "Ich will kein Käfer sein!"
Die Bestandsaufnahme im Keller ergibt: Ein neues Zelt muss her.

Im Angebot haben wir das kleine Blaue, mit der Betonung auf "klein". Herr S. und ich sind mehr als 1-2 Personen, daher befindet sich dieses Zelt in Dauerleihgabe bei Bekannten mit Kindern.

Der nächst größere (grüne) Kandidat hat Platz für 3 Personen (die dritte Person muss jeweils Wache stehen), ist aber nicht mehr ganz dicht. Das ist wörtlich zu nehmen, denn über den Geisteszustand dieses Zeltes wird nicht diskutiert. Mit diesem Zelt werden wir wohl kurzen Prozeß machen, da ist das Urteil schon gefällt.

Und dann wäre noch Uncle Knick Knack, der alte behäbige Schlossherr für besondere Gelegenheiten, der aber leider für Wochenendspritztouren nicht taugt, da seine Packmaße in etwa denen von zwei Leichensäcken gleichen.

Das Neue soll so groß sein, dass man sich nicht "käferartig, auf dem Rücken liegend" (Zitat Woik-Katalog 2007 S. 229, 2. Infokasten) umziehen muss, aber so leicht, dass ich es in zusammengepacktem Zustand alleine tragen kann, ohne mich der Verdunkelung eines Totschlags verdächtig zu machen.

Ein paar geeignete Kandidaten haben wir schon ins Auge gefasst, vielleicht kann ich morgen an dieser Stelle das neue Familienmitglied vorstellen. Dann kann sich Herr S. von den Zeiten der Verwandlung verabschieden!

Nachtrag:
We proudly present: World's End [working title]
Als Ausstellungsstück haben wir es einen Tick billiger bekommen :-)

Samstag, 23. Juni 2007

Film, falscher

Aaaah! Das abendliche Fernsehprogramm, das ich mir ausgesucht habe, wird von der "Funkuhr" präsentiert.
Ich bin wohl buchstäblich im falschen Film.

"Es geht auf keinen Fall so weiter, wenn es so weiter geht."

sagte Erich Kästner und dachten wir uns.

Wenn alles glatt läuft, zahlen wir nun ab 01. August keinen Cent mehr für Atomstrom. Dafür einen Sonnencent extra. Heute kam die Bestätigung der Elektrizitätswerke Schönau, dass unser Stromlieferantrag angekommen ist.

Das war einfach - wir mussten nur einen einseitigen Stromlierferantrag ausfüllen, die Kopie der letzten Stromrechnung beifügen, eine Briefmarke aufs Kuvert kleben und zur Post bringen. Die Ummeldug beim bisherigen Stromversorger besorgen dann die EWS.

So kann man auch als popeliger Mieter etwas für Nachhaltige Entwicklung tun. Und man muss keine Unternehmen unterstützen, deren Zentralgeschäft mehr dem von Banken als dem der Energieerzeugung ähnelt.

Leute - tut was, bevor die Klimaproblematik nur noch mit so einschneidenden Maßnahmen zu lösen ist, dass diese nicht mehr im Rahmen einer Demokratie durchsetzbar sind und Freiheit ein Traum vergangener Jahrzehnte ist.

Davor habe ich wirklich Angst.

Mittwoch, 20. Juni 2007

Schatten, großer

Bin gestern über meinen (mindestens 72 m hohen) Schatten gesprungen.

Ich alter Hasenfuß bin das erste Mal in meinem Leben Achterbahn gefahren und zur Krönung des Tages die - nach eigenen Angaben - höchste und schnellste Achterbahn Europas. Wo? Im Europapark beim Betriebsausflug.

Und das Beste: Es war ein Vergnügen! Auch wenn ich das nach der Diskussion mit mir selbst beim Anstehen "Was machst Du hier? Bist du eigentlich lebensmüde? Das ist ein Vergnügungspark, kein Quälpark!" nicht gedacht hätte.
Der ganze Tag war ein bombastischer Sommertag - ein einziger Spaß!

Entschuldigen möchte ich mich auf diesem Weg bei dem unbekannten zwölfjährigen Schweizer, der neben mir im SilverStar eingestiegen ist und den ich in meiner Kontemplation erst bemerkt habe, nachdem er das zweite Mal laut und deutlich "Grüezi!" gesagt hatte.

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