Montag, 2. April 2007

Ich misstraue meinem neuen Reiseführer

Wie jetzt? Mein Reiseführer empfiehlt unter Literaturtipps für Belletristik Pagnol, Marcel: Eine Kindheit in der Provence.

Desweiteren führt er aus: Dieser autobiografische Roman sowie andere Werke des Autors wie z.B. "Der Ruhm meines Vaters", "Das Schloss meiner Mutter", "Jean Florette" und "Manons Rache" erscheinen bei Verlag xy.

Bestellt haben wir uns - zweifelnd ob es denn das richtige Buch wäre - da Verlag xy das angepriesene wohl nicht mehr verlegt
Pagnol, Marcel: Eine Kindheit in der Provence Marcel | Marcel und Isabelle Roman

Klappentext:"Die weltberühmten Jugenderinnerungen "Marcel" und "Marcel und Isabelle" in einem Band."
Auf der zweiten Seite heißt es:"Titel der französischen Originalausgaben: "La Gloire de mon Père", "Le Château de ma Mère" und "Le Temps des Secrets"."

Hallo? Eine Erklärung? Anyone?

Ich habe mir ja auch noch Schlink, Bernhard: Die gordische Schleife zugelegt. Laut Reiseführer "ein spannender Krimi, der zum Teil im Lubéron spielt". Das mit dem Teil ist wörtlich zu nehmen, die 220 Seiten des Krimis verteilen sich auf drei Teile und einen Epilog. Soweit ich das von Seite 134 aus beurteilen kann, wird sich auf Seite 80 mit Ende des ersten Teils aus dem Lubéron verabschiedet und nach New York geflogen. Ich muss mal gucken, ob es vom gleichen Verlag auch einen New York - Führer gibt, in dem dann Schlink, Bernhard: Die gordische Schleife unter Literaturtipps | Belletristik zu finden ist.

Freitag, 30. März 2007

Came in and didn't find out

Ich bin offensichtlich reif fürs Wochenende, denn ich hatte in der Parfümerie einen Blackout.
Mein Bruder wünscht sich zum Geburtstag einen speziellen Duft - die Herrenvariante meines aktuellen Parfüms. Gleiche Marke, gleicher Name. Dankbares Geschenk.

Parfümeriedame:"Kann ich Ihnen helfen?"
Ich: "Ich suche einen bestimmten Herrenduft, dessen Name mir jedoch leider gerade entfallen ist. Ich gucke mir mal das Regal an, bis ich mich erinnere."
Erinnerung bleibt abwesend
P:"Sie sehen so ratlos aus, haben Sie nicht irgendeinen Hinweis?"
I:"Der Flakon des Damendufts ist wippenartig abgerundet mit rosa Glas und einem Metallüberzug."
P:"Das ist E. von C. Benötigen Sie 50 oder 100 ml?"

Gut, dass sie sofort draufkam. Ich hätte sie sonst nur noch an meinem Hals schnuppern lassen können oder mit der Information dienen können, in welcher Glasfabrik der Flakon hergestellt wird. Letzteres kam nämlich neulich im Fernsehen.

Donnerstag, 22. März 2007

Behördennummer

Ich vermute ja ganz stark, dass Titanic mit ihrer Prognose, wie es bei einer Behördenhotline zugehen wird recht behalten wird, sollte es je kommen.

Es ist doch schon innerhalb einer Behörde oft schwierig genug, die zuständige Kollegin zu finden.

Mitgehörtes Telefongespräch neulich: Aha, Sie sind nicht zuständig. Wer ist denn zuständig? Wissen Sie nicht. Woher wissen Sie denn, dass Sie nicht zuständig sind? Na irgendeiner Dienstvorschrift müssen Sie es doch zumindest indirket entnehmen, dass Sie nicht zuständig sind!

Obwohl - vom Service der Bundesbank war ich begeistert: Ich musste wissen, wieviel 40 Milliarden alte türkische Lira 1987 in DM wert waren. Die örtliche Sparkasse verwies mich auf die Bundesbank. Ich habe bei der Bundesbankdurchwahl 0 angerufen "Guten Tag, ich müsste wissen wieviel 40 Milliarden alte türkische Lira 1987 in DM wert waren." "Einen Moment, ich verbinde." ""Guten Tag, ich müsste wissen wieviel 40 Milliarden alte türkische Lira 1987 in DM wert waren. Auf Ihrer Internetseite sind die Kurse nur bis 1992 abgebildet." "Einen Moment." Seiten werden umgeblättert "1 zu xyz." "Danke schön, damit haben Sie mir sehr weiter geholfen. Auf Wiederhören."

Mittwoch, 21. März 2007

Doppeltgemoppelt

Gerade habe ich laut Packungsangabe einen "Chai-Tee" getrunken.

Ist genauso sinnfrei wie
Kebab-Fleisch
ISBN-Nummer
PIN-Nummer
HIV-Virus

Da mach ich doch glatt die "La ola"-Welle!

Buchhändleralptraum

Ich bin zu faul nachzuschlagen wie die Entsprechung zu Murphy´s law heißt, die besagt, dass der Ort, den man auf einer Karte sucht, sich auf dem Falz befindet.

Jetzt bin ich in die Profiliga aufgestiegen:

Egal welchen Reiseführer man zur Hand nimmt, die zukünftige Urlaubsregion befindet sich immer angrenzend an das beschriebe Gebiet.

Mittwoch, 7. März 2007

Der Kran liebt den Kranich, doch der Kranich den Kran nicht.

Heute im Radio aufgeschnappt: The Crane von Kilemo
music | lyrics

Dienstag, 6. März 2007

Augenwischerei

Nachdem ich mich im unteren Beitrag als Küchenfee disqualifiziert habe, kann ich jetzt (auf wiederholte Nachfrage) meine aus verschiedenen Ratgebern zusammengeklaute Methode "Mache deine Wohnung in 45 Minuten fit für Gäste." vorstellen.

Ich versichere, dass das auch dann funktioniert, wenn die Wohnung keinen guten Grundzustand hat.
  1. Welche Räume werden deine Gäste betreten?
    Das Bad/Klo immer (!), Wohnzimmer oder Küche, alle anderen Zimmer werden geschlossen.
  2. 10 Minuten: Mach dich zuerst selbst zurecht. Dein guter Eindruck ist stärker als der deiner Wohnung.
  3. Bewaffne dich mit Mülltüte und einem Korb/Sack/Koffer
  4. 15 Minuten fürs Bad: Stoppuhr stellen.
    Alle benutzen Handtücher in die Wäsche, insbesondere die, die am Türscharnier trocknen, und mit Glasreiniger (je mehr Ammoniak-Geruch, desto besser) und Küchenpapier Spiegel, Armaturen und alles was sonst so glänzt polieren, Waschbecken auswischen, Toilette putzen, Haare zusammenfegen und den Badvorleger entfernen, sofern dieser nicht zufällig frischgewaschen und flauschig ist, alle herumstehenden Fläschchen, die nicht nützlich oder dekorativ sind, in Korb/Sack/Koffer verschwinden lassen, Mülleimer leeren.
    Das macht das Bad nicht keimfrei, lässt es aber manierlich aussehen.
  5. Bleiben noch 15 Minuten für das Prinzip "Verbrannte Erde" im Wohnzimmer: Alles was Müll ist, kommt in die Mülltüte, alles was aufbewahrenswert aber weder eine praktische noch dekorative Funktion erfüllt, kommt in den Korb/Sack/Koffer, der in einem der nichtzugänglichen Zimmern verschwindet.
    Tipp: Um diesen Korb/Sack/Koffer sollte man sich unbedingt am nächsten Tag noch kümmern, denn meherere dieser Körbe/Säcke/Koffer ergeben eine "Kammer des Schreckens".
    Staubgewischt wird der Fernseher, die Stereoanlage und Esstisch/Sofatisch.
    Es folgt ein kurzer Spaziergang mit dem Staubsauger (keine Mätzchen wie Sofa verrücken etc.).
  6. Bleibt jetzt noch Zeit oder ist die Küche der Aufenthaltsort, sollte schnellstens das gebrauchte Geschirr aus Sichtweite gebracht werden - vorzugsweise Spülmaschine, ansonsten in einer Wanne das Geschirr in die zukünftige "Kammer des Schreckens" bringen und sich eine Erinnerung ins Mobiltelefon machen. Flächen wischen (jetzt ist nicht der Zeitpunkt für die Bakterienprophylaxe mit der halben Zitrone oder der Essigessenz!) mit dem beliebten Glasreiniger die Fronten der Küche wischen und sich dem Boden mit dem Besen/Staubsauger widmen und die buntesten Flecken mit dem Küchenpapier entfernen. Müll runter bringen.
Allein ist das ein recht straffes Programm - zu zweit aber ziemlich easy.

wiider die wii!

Herr S. ist wiitwer.

Keine Sorge, ich erfreue mich bester Gesundheit -ich beklage nur eine leichte Verspannung aufgrund der Zwangshaltung beim wii-Spielen.

Schuld daran ist Link, der Seckel, er will einfach nicht Hyrule so schnell retten, wie ich mir das vorstelle.

Seit Sonntag gibt es ein weiteres wii-Opfer:
Hefezopf

Merke: nii, nii, nii die wii einschalten wenn etwas im Ofen ist!

Donnerstag, 22. Februar 2007

autoautoauto

Wie wenig kann man sich eigentlich von seiner Landesregierung vertreten fühlen?
Landesverrat.
Geht´s noch?

Samstag, 3. Februar 2007

Auslegungssache

In der m.E. leidigen Debatte Walker vs Jogger fiel gestern die Aussage: "Nordic Walking ist ein Frauensport".

Da meine persönliche gefühlte Statistik, ermittelt auf Spaziergängen in den Wäldern der Umgebung bestätigt, dass eher Frauen die Stöckchen schwingen, hatte ich zunächst an dieser Aussage nichts auszusetzen.

Bis mir, als einziger Frau in der Runde, ein Seitenblick und ein "Entschuldigung" zugeworfen wurde. Warum?

Was bedeutete hier Frauensport?
  • Historische Auslegung:

    Im 19. Jahrhundert verletzte er die Etikette und galt als Gefahr für die Moral, die weibliche Schönheit und die Gesundheit.

    Hilft nicht weiter
  • Wörtliche Auslegung:

    Sportarten, die von Frauen ausgeübt werden.
    Willkürliche Beispiele erfolgreicher Frauen, die Sport treiben: Steffi Graf, Anni Friesinger, Kati Wilhelm, Jutta Kleinschmidt, Regina Halmich, die Fußballweltmeisterinnen.


    Weshalb dann die Entschuldigung?
  • Systematische Auslegung:

    Joggen = Marathon, Ironman, mit Fäusten auf Gorillabrust klopfen;
    Walken = moppelig tratschend auf den Waldautobahnen kreisen.
    Also wohl pejorative Bezeichnung für Sportarten, die keinerlei sportliche Ästhetik oder körperliche Ertüchtigung versprechen.


    Aha. Jetzt kommen wir der Sache näher.
Widmen wir uns der Frage, was unter Männersport subsumiert wird,
Saufen, raufen, popeln und Kuhlen-ins-Sofa-sitzen?
Nein! Hilfe! Das sind doch alles nur Vorurteile!

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