Freitag, 1. September 2006

E-Mailverkehr

(auf das Wesentliche gekürzt)

Kunde: Das heißt, mein Vater muss mir Geld geben.
Amt: Genau.
Kunde: Dann muss man das dem Betreuer meines Vaters sagen.
Der hat das Geld. Machen Sie das?
Amt: Nein, Sie müssen sich mit dem Betreuer Ihres Vaters
selbst auseinandersetzen.

einen Tag später

Kunde: Ich erreiche den Betreuer nicht.
Amt: Vielleicht befindet er sich gerade im Urlaub.
Kunde: Nee, der kommt doch heute Nachmittag bei uns vorbei und
bringt das Geld fürs Essen für diese Woche.
Amt: - - -

Donnerstag, 31. August 2006

Gefährlicher Arbeitsplatz

Brandstiftung, Blitzeinschläge, heute waren Schläge aufs Auge dran. Bei der Kollegin an der Front.
Ich hoffe, die Rettung vor dem durchgeknallten Kunden kam nicht deshalb zu spät, weil nach dem Drücken des Knopfes für den stillen Alarm vor dem Auslösen ein Dialogfenster erst wissen muss "Möchten Sie den Alarm wirklich auslösen? Nein - Ja".

Freitag, 25. August 2006

Schmerzfrei

bin ich wohl mittlerweile wettertechnisch: Meine Pläne fürs Wochenende umfassen ein kleines Zelt, Grillgut und viel draußen herumlaufen.
Zeit, mal wieder ein "Herrjeh!", "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung." und "Wer müde ist, kann schlafen." auszupacken.

Donnerstag, 24. August 2006

Ein weiterer meiner zahlreichen Vorzüge

ist, dass die neuen Kontaktlinsen bei mir sitzen wie im Lehrbuch. Lobte meine Optikerin.

Mittwoch, 23. August 2006

Gesprächsstoff

Wenn man sich am Wochenende an so tollen Orten der Lokalgeschichte herumtreibt, wie ein Gedenkstein an einem Ackerrand der zum Gedenken einer Vierlingsgeburt der "Schmotzerin" aufgestellt wurde, dann hat man für die Mittagspausen der restlichen Woche prima Gesprächsstoff.
Man kann beispielsweise ausrechnen, dass man - ohne Mehrlingsgeburten - eigentlich schon 20 Kinder haben könnte, von denen mindestens zwei schon volljährig wären.
Na prima.

Donnerstag, 17. August 2006

Hochmut III

Wenn jemand eine E-Mail mit schlüpfrigem Inhalt an seine Kollegin schickt, diese antwortet, sie antwortet usw. usf., sie löschen nie das vorher geschriebene. Die erste vertut sich und schickt aus Versehen die mittlerweile sehr lange und ebenso peinliche Mail an einen Verteiler. Die zuständige Person, die den Verteiler leert, sieht, dass die E-Mail offensichtlich versehentlich dort gelandet ist und schickt sie ihrem Kollegen ("Guck mal was die XXX als E-Mail an [den Verteiler] geschickt hat zwinkern.") Dieser lacht sich einen Ast und schickt sie an weitere Kollegen und so weiter und so fort. Niemand denkt daran, die vorherigen Mails zu löschen. So lässt sich rekonstruieren, dass in einigen öffentlichen Institutionen und noch viel mehr in deutschen privaten Firmen Leute hocken, die nichts besseres zu tun haben als sich minutenlang - ich unterstelle mal während der Arbeitszeit - durch die belanglose Konversation zweier junger (?) Damen zu wühlen.

Sind dann eigentlich die Verfasserinnen die dummen Kühe, denen man vorwirft nichts zu tun haben oder diejenigen, die sich darüber totlachen und ihre Betreffs mit "Betreff: FW: Unbedingt lesen! (Ganz unten anfangen!) es lohnt sich!!!!!!" "Betreff: WG: Unbedingt lesen! (Ganz unten anfangen!) es lohnt sich!!!!!! Besser als jede mail bis jetzt" überschreiben?

Wieviel Mails dieser Art schicken die sich bitte den ganzen Tag, dass man private (!) Mails sogar schon mit "Unbedingt lesen!" überschreiben muss? Und dass man dann selbst so bescheuert ist und die Sachen ungekürzt mit einem Haufen Leute auf der ganzen Welt im cc herumschickt?
Ich würde ja auch gerne wissen, wer von den 100.000 Beteiligten sich bei den Boards beschwert, bei denen das gepostet wird. Ich vermute, die überheblichen Weiterleiter.

P.S.: Ich bin verschont geblieben.

Mittwoch, 16. August 2006

Achtung lang und ätzend

"1. Abrechnungen 2005
Der Verwalter erläutert die Abrechnungen 2005. Beanstandungen ergaben sich hierbei auf Frage des Verwalters nicht. Frau XXX beanstandet jedoch wieder die zugehörige Heizkostenabrechnung, da die dortige Kostenumlage nicht nachvollziehbar sei. Der Verwalter bemüht sich, das hausspezifische Abrechnungssystem erneut zu erläutern. Er weist auf seine schriftliche Anfrage an die Firma zu Frau XXX Beanstandungen vom letzten Jahr und auf die Antwortschreiben der Firma hierzu hin, die jeder Miteigentümer erhalten hat. Alle anderen Miteigentümer haben keine Einwände gegen die Abrechnung der Firma. Eine Klärung ist dennoch wie im Vorjahr wiederum nicht möglich, weil Frau XXX darauf beharrt, dass die Abrechnungen nicht richtig seien. Sie möchte vom Verwalter die Aussage im Protokoll haben, dass die Abrechnungen richtig sind. Wieder findet ein kontroverser Meinungsaustausch statt. Der Verwalter erklärt schließlich, dass er die Abrechnungen der Firma im Rahmen seiner Möglichkeiten und im Rahmen seiner Aufgaben geprüft hat und diese für richtig hält. Er weist darauf hin, dass kein Beschluss existiere, wonach diese Abrechnungen bei der Firma zu beanstanden oder sonst fachlich prüfen zu lassen seien. Dies beruhe allein auf einseitiger Vorgabe von Frau XXX. Es liege nicht in seinen Verwalterpflichten, die Heizkostenabrechnung in der von Frau XXX gewünschten Intensität zu prüfen.
[...]
3. Sonstiges
Frau XXX möchte eine Belegung des Waschraums im UG nach Miteigentumsanteilen (die Familie mit vier Kindern hat nach expansiven Zukäufen von Frau XXX die wenigsten Miteigentumsanteile, Anm. von mir). Der Verwalter weist auf die Teilungserklärung hin, wonach dies nicht geht. Dann will Frau XXX eine Belegung nach Plan des Verwalters. Dies wollen die anderen Anwesenden nicht. Sie wollen, dass es so bleibt wie bisher (die Alleinstehenden haben 1 Waschtag, die Familien 2, Anm. von mir). Frau XXX beanstandet den Betrieb im Waschraum, z. B. geschlossene Fenster. Sie befürchtet hieraus Schimmelbildung. Der Verwalter schlägt einen Ortstermin sofort nach der Versammlung vor.
Versammlungsende [...]

(Unterschrift Verwalter)

P.S.: Der Ortstermin ergibt, dass der Waschraum allgemein in sauberem, ordentlichen Zustand ist. Schimmelbildung ist nicht festzustellen, die Wand- und Deckenfarbe ist einwandfrei."


Gut, dass ich ortsabwesend und "leider" verhindert war.

Montag, 14. August 2006

Derjenige, der

in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf dem TOA unsere Uri-Fahne geklaut hat,
den möge der Blitz beim Scheißen treffen!

Liebliches Taubertal

Nach viereinhalb Tagen ohne Dusche, viel Schlamm, kaum Vitaminen und wenig Schlaf ist jetzt Zeit für ein kleines Fazit:
Dass das Line-up dieses Jahr musikalisch nicht so der Hammer würde war uns ja allen klar, aber dass die Highligts in den "kleinen" Acts wie den echt witzigen Monsters of Liedermaching und den recht bizarren Ostkreutz sowie dem Altfränkisch Dunklen im Biergarten neben dem Festivalgelände sein würden, ist dann doch eine recht kleine Ausbeute.
Schade war auch, dass insbesondere am Sonntag sowohl bei "Fun lovin criminals" als auch bei "New Model Army" kaum Publikum da war - was aber auch am strömenden Regen gelegen haben kann. Aber eigentlich ist man den ja vom Taubertal gewöhnt, was auch daran zu erkennen war, dass die Besucher fast durchweg ordentlichen Regenschutz hatten und keinen selbstgebastelten Capes aus Mülltüten etc. Immerhin habe ich festgestellt, dass ich von "Starsailor" drei Lieder kannte, obwohl ich vorher steif und fest behauptet habe, dass mir die Band nichts sagen würde.

Zum Kotzen waren unsere marodierenden Zeltnachbarn in der letzten Nacht, die ins Zelt eindringenderweise erklärten, dass sie asozial seien, und dass sie uns ficken wollten. Als Herr S. dann mal rausgeschaut hat, haben sie sich den letzteren Punkt dann doch anders überlegt.
Unsere Rachepläne Überlegungen für das nächste Jahr umfassen Essig, Supersoaker etc.

Spaß hat´s trotzdem gemacht - jeder Zeit wieder :-)

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